Herzogenaurach

Die Wehr sagt Danke

Die Haundorfer Brandschützer ehrten langjährige Mitglieder.
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Die Jubilare mit Bürgermeister German Hacker und Landrat Alexander Tritthart Fotos: Richard Sänger
Die Jubilare mit Bürgermeister German Hacker und Landrat Alexander Tritthart Fotos: Richard Sänger
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Beim traditionellen Ehrungsabend der Freiwilligen Feuerwehr Haundorf-Beutelsdorf standen 26 Namen auf der Liste des Vorsitzenden Peter Rollig und es gab viele lobende Worte für die Herzogenauracher Ortsteilwehr.

"Der heutige Besuch zeigt auch die Wertschätzung unserer Feuerwehr, denn ohne Ehrenamtliche würde in unserer Gesellschaft vieles nichts funktionieren", erklärte Vorsitzender Peter Rollig. Eduard Wölfel erhält sein Ehrenzeichen in Gold am kommenden Donnerstag bei der Kommandantenwahl, da er kurzfristig absagen musste.

"Ob bei Unfällen, Bränden oder Unwettern: Wir brauchen euch. Ihr seid die Helfer und Retter in der Not", sagte Bürgermeister German Hacker. Zusammen mit Landrat Tritthart ehrte die Bürgermeister die langjährigen Vereinsmitglieder, die früher selbst überwiegend aktiv bei der Feuerwehr waren und zum Teil auch Ämter im Verein und bei der Mannschaft innehatten.

Keine Selbstverständlichkeit

Auch Landrat Alexander Tritthart stellte die Ehrenamtlichen in den Mittelpunkt. Ehrenamtliche fallen nicht vom Himmel, sondern es sind Frauen und Männer, die mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit dem Schutz der Bürger dienen und Menschen helfen: "Ein schöner Moment, hier zu sein und mit einem derartigen Ehrungsabend Danke für diesen ehrenamtlichen Dienst zu sagen, denn Ehrenamtlichkeit ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit."

Mit dem Ehrungsabend in Haundorf endete für den Landrat auch ein "Feuerwehrtag, denn er besuchte mit Kreisbrandrat Matthias Rocca die Feuerwehrschule Würzburg und besichtigte unter anderem die neue Ausbildungshalle. "Es ist schon beeindruckend, was der Freistaat für eine adäquate Ausbildung der weit überwiegend ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute aufwendet und wie moderne Ausbildung inhaltlich und methodisch abläuft", erzählte der Landrat.

Deshalb werde sich der Landkreis mit den Feuerwehrführungskräften, überlegen was ausbildungsmäßig noch getan werden könne. "Unsere Feuerwehren im Landkreis sind sehr gut aufgestellt und hervorragend ausgebildet", erklärte Tritthart.

Derzeit werde ein Hilfeleistungskontingent im Landkreis aufgestellt und ein Fahrzeug werde in Haundorf stationiert werden. In diesem Zusammenhang dankte der Landrat den Feuerwehrleuten und der Stadt Herzogenaurach für ihre Investitionen.

"Trotzdem gibt es kein Ausruhen, denn die Ausbildung unserer Feuerwehrleute wird immer anspruchsvoller, und auch die Einsätze werden immer komplexer und umfangreicher", betonte der Kreisbrandrat. Deswegen warte man sehnsüchtig auf die Auslieferung der Abrollcontainer, um noch schneller zu den Einsatzorten kommen zu können.

Wie schon vorher der Landrat erklärte hatte, verzögere sich aber die Auslieferung der Fahrzeuge und es sei frühestens in zwei Jahren damit zu rechnen, dass die ersten im Landkreis stationiert werden können. Was die Mitbürger heute jedoch nie vergessen sollten, sei, dass zum abwehrenden Brandschutz mehr gehöre als modernste Technik: "der Faktor Mensch." Eine Rettung ohne Retter werde es trotz immer fortschreitenderer Technik nicht geben.

Feuerwehrdienst auszuüben, sei anspruchsvoller und gefährlicher geworden, erklärte der Kreisbrandrat, deswegen werde im Landkreis großer Wert auf die Ausbildung gelegt.



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