Herzogenaurach

Die Wegbereiter für "hin&herzo"

Die Herzogenauracher Kulturtage erstrecken sich ein letztes Mal auf mehrere Monate. "Verdammt schräge Typen" kommen diesmal zum Zug, also Querdenker, die das Kulturfestival 2018 gewissermaßen vorbereiten.
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Kabarett mit Sigi Zimmerschied steht am 13. Oktober im Vereinshaus auf dem Programm.  Foto: Zimmerschied
Kabarett mit Sigi Zimmerschied steht am 13. Oktober im Vereinshaus auf dem Programm. Foto: Zimmerschied
Bernhard Panzer

Es ist wie ein Deja-Vu-Erlebnis, wenn die Herzogenauracher Kulturtage vor der Tür stehen. Alle Jahre wieder ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass nun der Herbst kommt, und ebenso verlässlich war immer das Programm, das sich stets nach einem bestimmten Muster richtete. Dieses Jahr aber ist es anders: Es sind die letzten Kulturtage in der bekannten Form, und auch deren Programm ist bereits anders ausgewählt. In Blickrichtung auf das Kulturfestival nämlich, das 2018 startet und mit einem Vier-Tage-Event den bisherigen dreimonatigen Veranstaltungsreigen ablöst.
Die Kulturtage 2017 (22. September bis 25. November) tragen demnach auch einen anderen Untertitel: Sie sind mit "schräg/strich" überschrieben, und diese ursprünglich eher grafische Vorgabe soll auch inhaltlich in vielerlei Hinsicht gelten. So dreht sich heuer alles um ungewöhnliche und "schräge Programme", wie Bürgermeister German Hacker feststellt. Diesmal kommen die Wegbereiter des nächstjährigen Kulturfestivals "hin&herzo18" (Thema "Revolutionen") zum Zug, ergänzt Helmut Biehler vom Kulturamt, die Querdenker also. "Querdenker sind Motor gesellschaftlicher Veränderungen", heißt es in einer Pressemitteilung.
Und dann werden sie beim Namen genannt: "Kabarettisten wie Django Asül und Sigi Zimmerschied, aber auch die Musiker des Bairisch Diatonischen Jodelwahnsinns sind solche Querdenker." Journalisten wie Harald Martenstein und Karikaturisten, die gesellschaftliche Missstände anprangern, werden mit dabei sein. Ebenso Künstler wie Michael Mathias Prechtl oder auch Schauspieler wie die Berliner Compagnie oder Neville Tranter. Auch der fränkische Liedermacher Helmut Haberkamm, sonst eher bodenständiger Heimatdichter, kommt diesmal etwas schräg daher, berichtet Biehler: Er bringt Lieder von Bob Dylan mit fränkischen Texten.
Eingeladen wird also zu Kabarett und Konzert, zu Theater und Puppentheater, Lesung und Ausstellung. Viele Künstler sind laut Biehler weithin bekannt und bereits hochkarätig ausgezeichnet worden, wie zum Beispiel Neville Tranter mit seinem "Stuffed Puppet Theatre". Und weiter: "Im Zentrum des Programms steht der hohe Qualitätsanspruch, der die Kulturtage schon immer ausgezeichnet hat." In diesem Jahr sollen die Veranstaltungen besonders unterhaltsam sein, verspricht der Leiter des Kulturamts.

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