Wallenfels
Flossfahrten

Die Wallenfelser Flößer lassen sich nicht entmutigen

Die 220 Mitglieder starke Wallenfelser Flößergemeinschaft unter der Leitung von Andreas Buckreus blickt auf ein außerordentlich problematisches Jahr zurück, denn von den 15 Terminen sind aufgrund fehl...
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Die 220 Mitglieder starke Wallenfelser Flößergemeinschaft unter der Leitung von Andreas Buckreus blickt auf ein außerordentlich problematisches Jahr zurück, denn von den 15 Terminen sind aufgrund fehlenden Wassers acht Floßfahrten ausgefallen. Trotzdem lassen sich die Flößer nicht entmutigen und schauen zuversichtlich in die Zukunft. Dies war der Hauptversammlung im Willi-Schreiber-Flößerhaus zu entnehmen.

So konnten die Wahlen zügig abgewickelt werden. Das Ergebnis: Erster Vorsitzender Andreas Buckreus senior, Stellvertreter Andreas Weiß, Hauptkassierer Andreas Buckreus junior, Schriftführer Gerd Köhlmann, Floßmeister Henry Stöcker und Tobias Weiß. Vertreter der Aktiven sind Michael Thiemann und Nils Stöcker. Die heimische Sägeindustrie wird durch Klaus Müller-Gei vertreten. In den Ausschuss kamen Michael Mähringer, Reinhold Franz, Andreas Buckreus Dees, Michael Göppner, Marco Weiß, Chris Hofmann und Helmut Müller. Kassenprüfer sind Dieter Müller und Franz Behrschmidt.

Vorsitzender Buckreus sprach von einer enttäuschenden Floßsaison. "Es fällt uns immer schwerer, die wasserwirtschaftlichen Voraussetzungen einzuhalten", erklärte der Vorsitzende. Denn erst ab einem Pegelstand von 107 Zentimetern dürfe man in Wallenfels Flusswasser aufstauen. Diese "magische Grenze" erreiche man aber immer seltener. Trotzdem hätten alle Aktiven zusammen geholfen und sich nicht entmutigen lassen. So sei heuer wieder das Floßholz geschlagen und entrindet worden. Mit dem Floßbau habe man bereits begonnen. Die erste Floßfahrt findet am 25. Mai statt. Mittlerweile hätten sich Interessenten in großer Zahl gemeldet.

Für die vergangene Saison bedankte sich Buckreus bei den Firmen und Privatpersonen, die Fahrzeuge oder Werkzeuge zur Verfügung gestellt hätten, aber auch der Wallenfelser Wasserwacht, der Stadt Wallenfels, dem Landratsamt und dem Wasserwirtschaftsamt Kronach.

Der Vorsitzende gab außerdem bekannt, dass das Kreisflößertreffen in Wallenfels am 5. Oktober stattfinden werde. Anlässlich der Flößerkirchweih in Unterrodach werde im August den vier Floßvereinen Neuses, Friesen, Unterrodach und Wallenfels der bayerische Landeskundepreis überreicht. Der Grund: Vor 50 Jahren wurde auf Initiative der Frankenlust die erste Floßfahrt mit touristischem Hintergrund durchgeführt. Damals wollte die Frankenlust nicht nur ihr Vereinsfest verschönern, sondern darüber hinaus der Jugend die Arbeit und die Gebräuche der Väter vor Augen führen. "Wenn man sich heute die Aktivitäten der Flößergemeinschaft Wallenfels anschaut, ist dies gelungen", so Andreas Buckreus.

Bürgermeister Jens Korn dankte den Flößern für ihre Arbeit, von der die gesamte Region profitiere. "Die Floßfahrten sind nicht nur ein Aushängeschild für Wallenfels, sondern für den gesamten Frankenwald", sagte Korn. Weitere Strategien seien entwickelt worden. So sei mit den Floßfahrten automatisch auch der Besuch des Flößermuseums in Unterrodach kostenfrei verbunden. Von einer Machbarkeitsstudie der Staatsregierung erhoffe man sich Impulse zur dauerhaften Sicherung der Flößerei. Bei den ersten Floßfahrten seien noch ausreichend Plätze vorhanden, gab der Bürgermeister bekannt. gf

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