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Die Volks- und Raiffeisenbanken sehen sich auf einem erfolgreichen Weg

Die hiesigen Volks- und Raiffeisenbanken (VR) verzeichnen ein "hohes Wachstum und gute Ertragslage". Das geht aus einer Mitteilung hervor, in der die VR Ban...
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Die hiesigen Volks- und Raiffeisenbanken (VR) verzeichnen ein "hohes Wachstum und gute Ertragslage". Das geht aus einer Mitteilung hervor, in der die VR Banken im Raum Schweinfurt/Haßberge für 2017 Bilanz ziehen.
Die fünf rechtlich selbstständigen Genossenschaften (VR Bank Schweinfurt, VR Bank Gerolzhofen, Raiffeisen-Volksbank Haßberge, Raiffeisenbank Maßbach und Raiffeisenbank Frankenwinheim und Umgebung) in den zwei Regionen Schweinfurt und Haßberge warten auch 2017 mit guten Zahlen auf. Der Kreisverbandsvorsitzende Reinhold Nastvogel (Haßfurt) präsentierte die gemeinsamen Zahlen in einer Mitteilung an die Medien.
Die gesamte Bankbranche steckt nach seinen Angaben seit Jahren "in einem großen Umbruch". Die VR Banken in den Gebieten Schweinfurt und Haßberge hätten sich in den letzten Jahren gut geschlagen und 2017 "noch einmal deutlich zulegen" können, erklärt er. Die Bilanzsumme aller fünf Genossenschaftsbanken stieg um 5,7 Prozent auf 2,13 Milliarden Euro. Das betreute Kundenanlagevolumen erhöhte sich den Angaben zufolge um 6,1 Prozent. Auch das betreute Kundenkreditvolumen stieg gegenüber dem Vorjahr um 6,5 Prozent. Insgesamt betreuen die fünf Banken laut Nastvogel ein gesamtes Kundenvolumen in Höhe von 4,48 Milliarden Euro.
Zins- und Provisionserträge sind, wie weiter mitgeteilt wird, aufgrund der Niedrigzinsphase gesunken, bewegen sich aber mit 2,82 Prozent der Durchschnittsbilanzsumme (Vorjahr 2,92 Prozent) "noch im akzeptablem Bereich". Die Kosten des Bankgeschäftes lägen, so Nastvogel, mit 1,70 Prozent knapp unter dem Vorjahresniveau mit 1,80 Prozent. Das Betriebsergebnis mit 22,1 Millionen Euro liege sogar leicht über dem Ergebnis des Vorjahres. Die Aufwand-Ertrag-Relation habe sich "gegenüber dem Vorjahr verbessert".
Auch stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender Frank Hefner ist mit der Entwicklung 2017 zufrieden. Er betont ausdrücklich, wie die Genossenschaften weiterhin informieren, "dass auch das haftende Eigenkapital deutlich um 7,3 Prozent auf 245,3 Millionen Euro angewachsen ist. Somit können alle Banken künftige Kreditwünsche ihrer Kunden erfüllen."


Investitionen in Millionenhöhe

Die VR Banken in den beiden Regionen beschäftigen 461 Mitarbeiter (Vorjahr 492), davon 19 Auszubildende. Im sozialen, kulturellen und karitativen Bereich wurden 237 000 Euro gespendet. Des Weiteren wurden rund 3,5 Millionen Euro investiert und im Wesentlichen die Aufträge an regionale Handwerker und Dienstleister vergeben.
2017 ist die Raiffeisen-Volksbank Ebern eG durch Fusion mit der Raiffeisen-Volksbank Lichtenfels-Itzgrund eG aus dem Kreisverband ausgeschieden.
Die wesentlichen Herausforderungen 2017 waren dem Bericht zufolge "extrem hoher Bürokratismus und neue gesetzliche Anforderungen an alle Banken. Im Bereich Digitalisierung sind alle VR Banken auf einem guten Weg."
In einem Ausblick betont Reinhold Nastvogel, dass das Jahr 2018 ganz im Zeichen des Gründers der Genossenschaften, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, steht. Vor 200 Jahren wurde er geboren. Die VR Banken im Raum Schweinfurt/Haßberge "gehen positiv und gut gerüstet in das Jahr 2018", betont der Kreisverbandsvorsitzende. red
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