Heßdorf

Die VG will im Internet glänzen

Die Homepage der Verwaltungsgemeinschaft Heßdorf soll moderner und sicherer werden.
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Die Homepage der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Heßdorf ist manchem Gemeinderat schon länger ein Dorn im Auge und war bei zurückliegenden Sitzungen immer wieder ein Thema. In der jüngsten Sitzung der Gemeinschaftsversammlung der VG setzte der Vorsitzende und Heßdorfer Bürgermeister Horst Rehder (BB) den Internetauftritt auf die Tagesordnung.

Die Erneuerung der Homepage sei absolut erwünscht, allerdings werde es den Kommunen und Städten nicht gerade leicht gemacht, erklärte der Vorsitzende dazu. Im Zuge der ständigen Entwicklungen bei technischen Ausführungen, den ständig wachsenden Sicherheitsvorgaben und nicht zuletzt den neuen Vorgaben durch Datenschutz und IT­Sicherheit sei es schwer, einen zeitgemäßen und zukunftssicheren Webauftritt anzubieten, der über die gesamte Nutzungsdauer anhält. Bei der Angebotsrecherche der Verwaltung mit einigen verschiedenen Anbietern sei schnell klar geworden, dass eine neue Homepage ohne eine regelmäßigen Updatefunktion in Sachen Sicherheit, Aktualität, Design und Pflege der internen technischen Mechanismen sehr schnell an Aktualität verliert und nicht mehr auf der technischen Höhe ist.

Eine Abschaltung droht

Die jetzige Homepage der VG wurde mit einem lizenzierten CMS-System aufgebaut, was grundsätzlich keine schlechte Wahl gewesen sei und aktuell den "Open-Source"-Lizenzen vorzuziehen sei, wenn es um Sicherheit und Hackerangriffe geht. Jedoch seien inzwischen technische Umstellungen seitens der Internetprovider erfolgt, die ein dringendes Handeln erfordern, da sonst im schlimmsten Fall eine baldige Abschaltung droht, sollte es zu Angriffen durch Sicherheitslücken bei den Providern kommen.

Wie Verwaltungsleiter Martin Hofmann erklärte, sei ein neuer Webauftritt bzw. mindestens eine Umstellung der aktuellen Seiten auf eine neue PHP-Version unumgänglich und sollte bis spätestens Anfang 2020 realisiert werden. Deshalb stellte die Verwaltung in der Sitzung deshalb ein neues Konzept vor, nämlich "Mieten statt kaufen - die Homepage auf monatlicher Mietbasis".

So biete die Firma Kommune-aktiv neben der schon bekannten Sitzungssoftware nun auch eine professionelle Homepagegestaltung im kommunalen Bereich an und habe der Verwaltung bereits die möglichen modularen Bausteine vorgeführt. Die Modalitäten des Anbieters in Sachen Erstellung, Weiterentwicklung, Pflege und auch Finanzierung würden sich von klassischen Anbietern allerdings erheblich unterscheiden. Ein Vergleich mit Kaufangeboten sei deshalb sehr schwierig bis nicht möglich.

Im Gegensatz zu einem Kaufpreis zuzüglich eventueller Betreuungs-, Update- und Servicekosten bedinge dieser angestrebte Systemwechsel geringere Ersteinrichtungskosten und fortlaufend monatliche Mietkosten. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Webauftritt entwickele sich bei diesem Konzept die Homepage immer mit den technischen Anforderungen mit, es gebe keinen Renovierungsstau und keine auslaufenden Lizenzen aus heutiger Sicht. Die bereits eingesetzte Sitzungsmanagement-Software würde sich völlig in die Homepage integrieren lassen und alle dort erfassten und freigegebenen Daten automatisch in die Homepage übertragen. Nur bei einer aufwendigen Designerneuerung oder bei Erweiterungen mit zusätzlichen Modulen würden neue anteilige Webdesignkosten entstehen. Eine Miete über die Nutzungsdauer von fünf Jahren erfordere allerdings einen Finanzierungsbedarf von rund 22 000 Euro.

Weitere Angebote nötig

In der Diskussion kritisierte Oliver Schüßler (CSU) die aktuelle Homepage, die sich auch noch schwer bedienen ließe. "Die Wahl zwischen Kauf oder Miete ist nebensächlich, es müssen mehrere Anbieter beteiligt werden", so die Forderung von Schüßler. Auch Axel Gotthardt (CSU) plädierte für einen Wettbewerb bei einer Kostensumme von über 20 000 Euro. Nach der ausführlichen Diskussion plädierte die Gemeinschaftsversammlung schließlich für Vergleichsangebote und forderte die Verwaltung auf, auch Nachbargemeinden nach deren Erfahrungen zu fragen.

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