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Zeil am Main

Die Vertreibung als Folge des Zweiten Weltkrieges

Geschichte In mehreren Wellen hat die Regierung der Tschechoslowakei nach Ende des Zweiten Weltkrieges die Deutschen aus dem Sudetenland vertrieben. Rund dr...
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Geschichte In mehreren Wellen hat die Regierung der Tschechoslowakei nach Ende des Zweiten Weltkrieges die Deutschen aus dem Sudetenland vertrieben. Rund drei Millionen Menschen mussten ihre Heimat verlassen. Dabei kamen rund 240 000 Flüchtlinge ums Leben. Allerdings ist diese Opferzahl umstritten, weil es verschiedene Definitionen über die Begriffe zur Vertreibung gibt. Ursache für die Vertreibung war die brutale Gewaltherrschaft der Nazis in den Kriegsjahren in der 1939 annektierten Tschechoslowakei, nachdem bereits 1938 die sudetendeutschen Gebiete dem Deutschen Reich angegliedert worden waren.

Verbliebene Rund 250 000 Deutsche durften (oder mussten) nach Ende des Krieges in der Tschechoslowakei bleiben und wurden nicht vertrieben. Dafür gab es drei Gründe: Das waren Personen, die auf ihren Arbeitsstellen nicht ersetzt werden konnten. Das waren Männer oder Frauen in Mischehen. Und das waren Gegner oder Opfer des Nazi-Regimes.
Aktuell Heute leben in Tschechien etwa 40 000 Deutsche. Diese Zahl nannte Martin Dzingel unserer Zeitung. Er ist der Präsident der Landesversammlung der deutschen Vereine in der tschechischen Republik. Die Deutschen sind, wie er in Zeil darstellte, in Tschechien als Minderheit anerkannt. Nach seinen Angaben gibt es 22 deutsche Vereine mit 7000 Mitgliedern unter dem Dach der Landesversammlung. Martin Dzingel ist Jahrgang 1975. Er stammt aus dem Raum Römerstadt und lebt heute in Prag. ks

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