Bei der Einrichtung einer Zentralen Beschaffungsstelle vor knapp fünf Jahren war die Stadt Coburg Vorreiter. Inzwischen wickelt diese Dienststelle auch für die Landkreisgemeinden zahlreiche Aufträge ab. Da geht es um Ausschreibungen für Bauleistungen genauso wie um den Kauf von Verbrauchsmaterialien.

Nun hat die Zentrale Beschaffungsstelle vollständig auf die elektronische Vergabe von Aufträgen umgestellt. "Der Umstieg zur e-Vergabe stellt sowohl uns als öffentlichen Auftraggeber als auch die freie Wirtschaft vor eine gewisse Herausforderung", sagt der Leiter der Dienststelle, Gerald Hellmuth. "Ein Schwerpunkt dieses Projektes ist es jedoch, unsere regionalen Betriebe und Unternehmen auf diesen gemeinsamen Weg mitzunehmen." Deshalb bietet die Stadt dazu eine spezielle Infoveranstaltung an.

Bereits seit 1. Januar 2018 waren in europaweiten Ausschreibungen der Stadt Coburg ausschließlich elektronische Angebote zugelassen. Vorhaben müssen europaweit ausgeschrieben werden, wenn der Auftragswert einen bestimmten Schwellenwert übersteigt. Nun folgte der Umstieg auf die e-Vergabe im Oktober 2018 auch für Aufträge unterhalb des Schwellenwerts. "Besonders bei den nationalen Ausschreibungsverfahren im Baubereich, die rund 60 Prozent aller Verfahren ausmachen, ist es unser Anliegen, jeden noch so kleinen Handwerksbetrieb über die Umstellung zu informieren", erklärt Gerald Hellmuth weiter.

Deshalb findet zum Thema "Elektronische Angebotsabgabe über das AI Bietercockpit" am 8. Februar ab 12.30 Uhr im Rathaussaal eine Informationsveranstaltung für regionale Unternehmen und Betriebe statt. Ziel ist es, den Teilnehmenden anhand konkreter Praxisbeispiele die Angebotsabgabe in elektronischer Form näherzubringen sowie Rückfragen zu klären. Die Anmeldung zur Veranstaltung ist per E-Mail an beschaffungsstelle@coburg.de möglich. Weitere Informationen unter www.coburg.de/Vergabeseite. ct