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Die Stadt Ebern will auf dem "Marktplatz der biologischen Vielfalt" Impulse geben

Auf dem ersten Forum in dem Biodiversitätsprojekt "Marktplatz der biologischen Vielfalt" legten die beteiligten Projektgemeinden den Grundstein für einen langfristigen Einsatz zum Schutz der Arten- un...
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Sie nahmen für die Stadt Ebern teil, von links: Klaus Mandery, Dirk Kammlott und der Bürgermeister Jürgen Hennemann.  Foto: Stadt Ebern
Sie nahmen für die Stadt Ebern teil, von links: Klaus Mandery, Dirk Kammlott und der Bürgermeister Jürgen Hennemann. Foto: Stadt Ebern

Auf dem ersten Forum in dem Biodiversitätsprojekt "Marktplatz der biologischen Vielfalt" legten die beteiligten Projektgemeinden den Grundstein für einen langfristigen Einsatz zum Schutz der Arten- und Lebensraumvielfalt. Zu den Kommunen gehört Ebern.

Das Modellprojekt "Marktplatz der biologischen Vielfalt - Bayerische Kommunen setzen auf Biodiversität" versammelte die zehn Projektgemeinden zum ersten Forum in Tännesberg (Landkreis Neustadt an der Waldnaab in der Oberpfalz), wie die Stadt Ebern mitteilte. Gemeinsam wurden der Zeitplan abgestimmt, die Netzwerkorganisationen festgelegt und übergeordnete Ziele definiert.

Für die Stadt Ebern reisten Bürgermeister Jürgen Hennemann und die Mitglieder des Steuerkreises "Ebern summt", Klaus Mandery, Leiter des Instituts für Biodiversitätsinformation, und Bauhofmitarbeiter Dirk Kammlott, zuständig für den Grünbereich, in die Oberpfalz.

Zusammen betonten sie, wie wichtig der verstärkte Einsatz für den Erhalt und die Förderung der Arten- und Lebensraumvielfalt ist. Schließlich bietet das Modellprojekt "Marktplatz der biologischen Vielfalt" Möglichkeiten für die Kommunen, sich in Sachen Arten- und Biotopschutz zu engagieren.

Bei der Vorstellung der zehn Gemeinden wurde laut Klaus Mandery deutlich, dass offenbar große Unterschiede in der Startposition bestehen. "Da ist die Stadt Ebern bereits im vorderen Bereich angesiedelt. Viele Maßnahmen laufen schon seit Jahren", sagte er. Sowohl die Verfahrensweise des Bauhofes mit der Anlage von Blühflächen als auch die Aktivitäten der Vereine und des Instituts für Biodiversitätsinformation bildeten hier eine gute Grundlage.

Neben den verschiedenen Referaten, die die Teilnehmer hörten, wurde in Workshops die allgemeine Ausgangssituation der Gemeinden beim Schutz der biologischen Vielfalt herausgearbeitet. Daraus ableitend, formulierten die Gemeindevertreter ihre Erwartungen an das zentrale Projektmanagement, die Fachberatung bei der Strategieerstellung, die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit und an ihre Kommune selbst. "Für uns als Stadt Ebern ist wichtig, Fördertöpfe zu erschließen, die unsere Aktionen und Vorhaben langfristig sichern", sagte Bürgermeister Hennemann (SPD). Ziel sei, die Aktivitäten zu verstetigen, so dass das Bewusstsein für die Biodiversität in der Bevölkerung weiter verankert werden kann. Das könne gut mit einem Biodiversitätszentrum in der Kaserne zum ehemaligen Standortübungsplatz erfolgen, meint der Bürgermeister.

Abschließend unterzeichneten die Vertreter der Projektgemeinden und der Träger des Projektes "Marktplatz der biologischen Vielfalt" eine gemeinsame Zielvereinbarung, die die Ergebnisse des Tages als Leitlinien zusammenfasst. red



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