Lichtenfels

Die SPD nominiert Hügerich

Der amtierende Lichtenfelser Bürgermeister Andreas Hügerich bewirbt sich um eine zweite Amtszeit.
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Beifall nach der Wahl: Andreas Hügerich konnte alle Stimmen der Delegierten auf sich vereinen. Foto: Gerda Völk
Beifall nach der Wahl: Andreas Hügerich konnte alle Stimmen der Delegierten auf sich vereinen. Foto: Gerda Völk

Als Marathonläufer weiß Andreas Hügerich, dass es zum Erreichen eines gesteckten Ziels Eigenschaften wie Mut, Ehrgeiz und Ausdauer braucht. "Ich möchte gemeinsam mit Ihnen diesen Weg zu einem lebendigen Lichtenfels weiter gehen", sagte Bürgermeister Hügerich. Seine Partei, die SPD, nominierte ihn am Freitagabend erneut zu ihrem Spitzenkandidaten für die Wahl um den Chefsessel im Rathaus.

Wie schon bei der Nominierungsversammlung 2014 sprachen ihm auch diesmal die SPD-Mitglieder der Ortsvereine Lichtenfels, Schney und Buch am Forst ihr Vertrauen aus. Andreas Hügerich konnte alle 36 Stimmen auf sich vereinen.

Ulrich Maly spricht ein Grußwort

Zur Nominierungsversammlung waren rund 120 Personen ins Stadtschloss gekommen. Darunter war auch der Nürnberger Oberbürgermeister, Ulrich Maly. In seiner Rede ging er auf die Besonderheiten der Kommunalpolitik und den Wahlkampf ein. "Unser Job ist nicht, die schönsten Kindergärten zu bauen", sondern, wie Ulrich Maly es nannte, sich um eine lebendige Weiterentwicklung der Stadt zu kümmern. Die Menschen bräuchten Identität und bleibende Werte.

Vor sechs Jahren hatte Andreas Hügerich schon einmal hier gestanden. Seine Ziele seien damals die Schaffung von Wohn- und Gewerbegebieten, die Belebung der Innenstadt und ein parteiübergreifendes Miteinander im Stadtrat gewesen, wie er rückblickend sagte. "Wir sind mittendrin in einer tollen Entwicklung", fuhr er fort.

Dieses "Mittendrin" wurde allein schon optisch deutlich (roter, runder Teppich mit weißem Schriftzug "Lebendiges Lichtenfels"), weil Hügerich aus der Raummitte heraus zu den Anwesenden sprach.

In den vergangenen Jahren, sagte er, seien Gewerbe- und Wohngebiete entstanden sowie mehr Betreuungsplätze in Kitas geschaffen worden. Die Infrastruktur in der Kernstadt und der Stadtteile sei verbessert und ausgebaut sowie die Spielplätze attraktiver gestaltet worden.

"Den Menschen zuhören"

Als "Brückenbauer" versuche er, die Menschen zusammenzubringen, ergänzte er. Dabei sei es ihm wichtig, zuzuhören und ehrlich zu sein, denn nicht alles, was gewünscht werde, sei auch umsetzbar. Damit Familien in Lichtenfels eine neue Heimat finden, brauche es Angebote für jeden Geldbeutel, sagte er. Und damit Unternehmen in Lichtenfels eine Zukunft haben und sich neue Betriebe ansiedeln können, brauche es die Bereitstellung weiterer Flächen.

Als weitere Ziele für die Zukunft nannte Hügerich den Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder, den Ausbau von Spielplätzen und die Schaffung von grünen Oasen als Treffpunkte für die Bürger. "Damit unsere Stadt noch seniorenfreundlicher wird, brauchen wir den Ausbau der Barrierefreiheit und die Schaffung von seniorengerechten Wohnungen." Als weiteres Ziel nannte er Veranstaltungen für Jung und Alt, damit die Stadt auch kulturell lebendig und vielfältig bleibe.

Als Elke Werner das Wahlergebnis verkündete, brandete Beifall im Saal auf. "Wir haben schon einmal bewiesen, dass wir den Weg gemeinsam gehen können", kommentierte Andreas Hügerich dieses Ergebnis.

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