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Mannsflur

Die siebte Generation steht bereit

Die Firma Löffler blickt im 175. Jahr ihres Bestehens stolz auf ihre Geschichte und optimistisch in die Zukunft.
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Ein eingespieltes Team: Betriebsinhaber Josef Löffler und Tochter Diana Löffler  Foto: Werner Reißaus
Ein eingespieltes Team: Betriebsinhaber Josef Löffler und Tochter Diana Löffler Foto: Werner Reißaus

Ein seltenes Jubiläum feiert die Mannsflurer Firma Löffler. Das Unternehmen, das sich auf die Verarbeitung von Massivholz spezialisiert hat, kann auf eine 175-jährige Geschichte zurückblicken.

1844 war es Theodor Löffler, ein Vorfahr des heutigen Inhabers Josef, der den Betrieb offiziell bei der Handwerkskammer anmeldete. Josef Löffler führt ihn in der sechsten Generation , und die Übernahme ist bereits geregelt. "Unsere Tochter Diana wird den Betrieb dann in der siebten Generation weiterführen." Nach der Ausbildung zur Schreinerin hat sie die Holztechnikerschule in Rosenheim besucht, auch im Steuerrecht und in der Lohnbuchhaltung kennt sie sich aus.

Aus dem Nichts aufgebaut

Josef Löffler zieht heute noch den Hut vor seinem Großvater und seinem Vater, die aus dem Krieg heimgekommen und den Betrieb "aus dem Nichts" wiederaufgebaut hätten. "Die hatten keine Ausbildung, aber wenn man die Freude und den Willen zu diesem Beruf hat, dann kann man viel erreichen."

Löffler erinnert sich noch, dass der eiserne Sparwillen seiner Eltern entscheidend für die Weiterentwicklung des Unternehmens war. "Vom gesparten Geld konnte man sich wieder eine Hobelmaschine kaufen. Es ist heute unvorstellbar, was damals geleistet wurde."

1959, als Josef Löffler das Licht der Welt erblickte, haben seine Eltern Ottmar und Erna die Holzverarbeitung aus der Ortsmitte von Marktleugast nach Mannsflur verlagert. Hier entstand ein moderner und blitzsauberer Holzverarbeitungsbetrieb. "Mit den Jahren begann auch bei uns die Serienproduktion, mein Vater bekam von einem Freund die passende Maschine dazu, die wir nach und nach abzahlten", so Josef Löffler, der den elterlichen Betrieb 1982 übernahm. Er ist stolz, dass ihm seine Tochter irgendwann nachfolgen wird: "Sie war von klein auf im Betrieb dabei, aber wir haben ihr den freien Willen gelassen, selbst zu entscheiden."

Der Holzgeruch hat Diana Löffler seitdem nie mehr losgelassen. Vater und Tochter verbindet aber auch die Musik, beide gehören zu den Stützen des Musikvereins Marktleugast.

Nicht unerwähnt darf Ehefrau Christine bleiben, die für die Finanzbuchhaltung zuständig ist. Damit ist alles in der Familienhand.

Die GmbH hat derzeit zehn Mitarbeiter und ist ein wichtiger Zulieferer für die Möbelindustrie in der Region. Josef Löffler: "Wir sind auf Holzdreh- und Fräsarbeiten mit höchstem Qualitätsanspruch spezialisiert, unser Betrieb ist einer der modernsten in ganz Bayern. Wir haben einen top Maschinenpark. Seit Jahren können wir auf ein konstantes Wachstum blicken." Man versuche, immer besser zu werden. Die Zufriedenheit der langjährigen Kunden und die Treue der Mitarbeiter seien mit die Erfolgsfaktoren.

"Ob Möbelbau, Spielwaren oder Musikinstrumente, wir liefern hochwertige Elemente, die sich problemlos verbauen lassen und zuverlässig den geforderten Qualitätsansprüchen genügen", erklärt Diana Löffler. Zur Firmenphilosphie meint ihr Vater: "Unser Ziel ist es, dass wir unsere Zulieferer in der Region haben und mit den kurzen Wegen auch die Umwelt schonen."

Verarbeitet werden in Mannsflur hauptsächlich Buche-, Kiefer- und Eichenholz aus dem Steigerwald oder dem Thüringer Wald.

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