Adelsdorf

Die Schule als Lern- und Lebensraum

Christina Nöth will die Grund- und Mittelschule in Adelsdorf gemeinsam mit Eltern und Schülern weiterentwickeln.
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Christina Nöth an ihrem neuen Arbeitsplatz in Adelsdorf Foto: Johanna Blum
Christina Nöth an ihrem neuen Arbeitsplatz in Adelsdorf Foto: Johanna Blum

Christina Nöth trat am 1. September ihre Stelle als Schulleiterin der Grund- und Mittelschule in Adelsdorf an. Dem FT erzählte sie von ihrem Werdegang und wie sie sich die Arbeit in Adelsdorf vorstellt.

Verraten Sie uns, dem Leser und den neugierigen Eltern, ein bisschen was aus Ihrem Leben?

Christina Nöth: Ich bin in Nürnberg geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen. An der Universität Erlangen-Nürnberg habe ich studiert. Nach meinem ersten Jahr im Referendariat in Nürnberg, habe ich ein Jahr in Toronto, Kanada, gelebt. Danach bin ich nach Erlangen umgezogen und habe mein Referendariat beendet. Ich habe zwei Jahre in Nürnberg an der Grundschule Fischbach gearbeitet. Dann wurde ich nach Erlangen versetzt und habe acht Jahre an der Mönauschule unterrichtet. Als Konrektorin wechselte ich dann an die Hermann-Hedenus-Grundschule, wo ich bis zuletzt gearbeitet habe.

Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder. Meine Hobbys sind Lesen, Fahrradfahren, Wandern und Yoga. Warum sind Sie Lehrerin geworden?

In Nürnberg war ich seit der Grundschulzeit eng in meine Kirchengemeinde eingebunden: Flötengruppe, Jungschar, Kinderbibelwoche und mehr. Nach meiner Konfirmation arbeitete ich viele Jahre aktiv in der Gemeinde mit wie bei Familiengottesdiensten, Sommerfesten und Kindergottesdiensten. Außerdem spielte ich leidenschaftlich gern "Schule" mit meiner Schwester (natürlich war ich die Lehrerin). So hat sich bei mir relativ früh der Berufswunsch Lehrerin herauskristallisiert. Es gefällt mir, mit Kindern zu arbeiten und sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen, aber auch mit ihnen zu lachen und Spaß zu haben. Ich gehe sehr gerne in die Schule und habe meine Berufswahl noch nie bereut. Was sind Ihre Lieblingsfächer? Als Schülerin mochte ich am liebsten Sport, Musik, Erdkunde und natürlich die Pausen. Als Lehrerin unterrichte ich besonders gerne Deutsch, Heimat- und Sachkunde, Musik und Kunst. Was hat Sie bewogen, sich für den Schulleiterposten zu bewerben? Nach acht Jahren als Konrektorin und Teil der Schulleitung fühle ich mich nun bereit für neue Aufgaben und Herausforderungen. Meine Schulleiterin, bei der ich sehr viel gelernt habe, hat mich diesbezüglich immer unterstützt. Was ich über die Grundschule Adelsdorf gehört und gelesen hatte, gefiel mir. Hier gibt es einen gebundenen und offenen Ganztag, was mir als überzeugte Ganztagslehrerin und nach zehn Jahren Tätigkeit in diesem Bereich sehr entgegenkommt. Wie fühlten Sie sich, als Sie wirklich ausgewählt wurden? Ich habe mich sehr gefreut, dass es geklappt hat. Möchten Sie hier an der Schule etwas Bestimmtes anpacken, ändern oder ist alles okay? Mir geht es zunächst darum, die Schule, das heißt die Lehrer, Eltern und Kinder, die Gemeinde und alle Kooperationspartner kennenzulernen, die Abläufe zu verstehen und dann zusammen mit allen Beteiligten Schule und Unterricht weiterzuentwickeln und neue Ideen umzusetzen. Was ist Ihnen im Schulleben wichtig? Mir sind gemeinsame Erlebnisse wichtig, sei es bei Ausflügen, bei Projekten und bei Festen und Feiern im Jahreslauf. Den Kindern sollte man viele Möglichkeiten bieten, zu zeigen, was sie können. Außerdem möchte ich die Demokratieerziehung weiter fördern, wie es in den bereits bestehenden Schulversammlungen schon stattfindet, wo Kinder gemeinsam über ihr Zusammenleben und die Bedeutung von Regeln reflektieren. Was wünschen Sie sich und der Schule für die Zukunft? Ich wünsche mir, dass alle Beteiligten offen und ehrlich miteinander umgehen, dass wir gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft, zum Beispiel Stichwort Digitalisierung, angehen und für die Kinder, denn um die geht es hauptsächlich, bestmöglich umsetzen. Schule als Lern- und Lebensraum ist ein alter pädagogischer Begriff, der aber in seiner Bedeutung auch heute immer noch gültig ist. Wenn sich jeder mit seinen Stärken einbringt, dann können wir viel schaffen.

Die Fragen stellte Johanna Blum

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