Forchheim

Die Schulbusse werden teurer

Der Landkreis Forchheim investiert 4,7 Millionen in den öffentlichen Personennahverkehr. Die Aufwendungen für den Schülerverkehr steigen um 310 000 Euro.
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Die Aufwendungen für den Schulbusverkehr im Landkreis Forchheim steigen um 310 000 Euro.  Foto: Josef Hofbauer
Die Aufwendungen für den Schulbusverkehr im Landkreis Forchheim steigen um 310 000 Euro. Foto: Josef Hofbauer

Josef Hofbauer Die Schülerbeförderung im Landkreis Forchheim wird teurer. Klaus Hummel, beim Landratsamt Forchheim zuständig für den öffentlichen Personennahverkehr, (ÖPNV) bezifferte den Mehrbedarf für den Schülerverkehr und den ÖPNV auf 310 000 Euro. Insgesamt gibt der Landkreis für diese beiden Bereiche 4,7 Millionen Euro aus.

Ein Großteil der zusätzlichen Ausgaben werde verursacht durch "Ausgleichszahlungen", die den Busunternehmen bislang vom Freistaat direkt überwiesen wurden, die nun aber der Landkreis bezahlen muss. Dies sei keine wirkliche Zusatzbelastung, vielmehr müsse der Landkreis diese Beträge nur vorstrecken, diese Ausgaben würden dem Landkreis vom Freistaat wieder erstattet.

Neues Bezahl-System

Hummel verdeutlichte dies auf Anfrage von CSU-Fraktionschef Edwin Dippacher am Beispiel des Linienbündels drei. Hier steigen die geplanten Ausgaben für die Busunternehmen von 1,15 Millionen auf 1,52 Millionen Euro. Allerdings müsse davon eine Rückerstattung von 260 000 Euro - die bisherige Direktzahlung des Staates, die nun dem Landkreis überweisen wird - abgezogen werden. Dann bleiben nur noch 1,26 Millionen übrig. "Das ist die eingerechnete allgemeine Preissteigerung von drei Prozent und die höheren Spritkosten", so Hummel.

Den Mehrbedarf im öffentlichen Personennahverkehr bezifferte Hummel auf 96 600 Euro. Auch hierfür sei als Hauptursache die allgemeine Preissteigerung zu nennen. Mit 23 000 Euro will sich der Landkreis Forchheim an einer Jahreskarte, dem so genannten 365-Euro-Ticket für Jugendliche beteiligen. Hier wird ein Preis für eine Fahrt innerhalb einer Tarifzone auf einen Euro festgelegt.

Elektronische Anzeigen

111 000 Euro sind für die Beteiligung am 25-Millionen-Euro-Paket des Freistaates Bayern vorgesehen.

Dabei sollen die Bushaltestellen, die im 30-Minuten-Takt oder im Stundentakt angefahren werden, mit elektronischen Anzeigentafeln versehen werden. Im Landkreis Forchheim sind dafür die Busbahnhöfe in Forchheim-Kersbach, in Neunkirchen am Brand, Egloffstein, Gräfenberg und Ebermannstadt vorgesehen. "Das verleiht den Orten im Landkreis Forchheim ein wenig großstädtisches Flair", sagte Edith Fießer (Die Grünen).

Allerdings sei der Landkreis hier etwas ausgebremst, informierte Klaus Hummel. Der behindertengerechte Ausbau der Bushaltestellen sei nämlich Aufgabe der Kommunen. Der Landkreis übernehme lediglich die Kosten für die Anzeigentafeln und die dafür notwendige Software. Der Wunsch, dass die Kommunen sich rasch für einen Ausbau ihrer Bushaltestellen entschließen, sei aber da.

Ausschreibung wurde teurer

Allein für den Schülerverkehr muss der Landkreis im kommenden Jahr 214 000 Euro mehr aufbringen als heuer. Verantwortlich dafür sind zum einen die geringeren Fördermittel, die laut Kalkulation mit 71 600 Euro zu Buche schlagen, und der Schulbusverkehr für die Pestalozzischule, der neu ausgeschrieben werden musste. Allein dieser Posten wirkt sich in einer Kostensteigerung von 112 800 Euro aus. Hinzu kommen Kostensteigerungen für den Schülerverkehr der Schüler, die weiterführende Schulen besuchen. Dafür mussten weitere 38 700 Euro angesetzt werden.

Die Mitglieder des Bau- und Verkehrsausschusses stimmten den Mehrausgaben ohne Gegenstimme zu.

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