Sand am Main

Die Sander nehmen die Herausforderungen und Mehrkosten sportlich

Brigitte Krause Das Thema Sicherheit hat man in Jahren schon durchexerziert, erinnert sich einer der Hauptorganisatoren des Altmain-Weinfestes, Roland Mahr. Nach der Loveparade in Duisburg gab es Gesp...
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Macht was her: die neue Wasserleindwand im Probebetrieb. Foto: privat
Macht was her: die neue Wasserleindwand im Probebetrieb. Foto: privat
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Brigitte Krause Das Thema Sicherheit hat man in Jahren schon durchexerziert, erinnert sich einer der Hauptorganisatoren des Altmain-Weinfestes, Roland Mahr. Nach der Loveparade in Duisburg gab es Gespräche mit dem damaligen Polizeichef Förg, und in Folge dessen entstand ein umfangreiches Sicherheitskonzept, das den Sandern auch überregional Vorbildcharakter einbrachte. Beim letzten Sicherheitsgespräch,so empfang es Roland Mahr, seien die Sander in den höchsten Tönen gelobt worden. Als Vorzeigefest im unterfränkischen Regierungsbezirk haben sich so manche Festveranstalter seither Rat bei der Gemeinde im Maintal geholt. In den letzten Jahren kam die Terrorgefahr hinzu, das hat den Auflagendruck noch einmal erhöht. "Die Sandkerwa ist das beste Beispiel dafür", meint Mahr, wie stark Veranstalter hier investieren mussten. "Die Sicherheitspauschale fängt es ein bisschen ab", sagt Mahr zu dem Eintrittsgeld, das seit zwei Jahren erhoben werden muss: Die Sander verdoppelten ihre Securitypräsenz nahezu. Angenehmer Nebeneffekt durch die farbigen Bändchen: Die Jugendlichen sind auf einen Blick zu erkennen, der Jugendschutz leichter umzusetzen.

Gleichwohl Mehrkosten kamen im Gefolge: Auch die Gema setzte ihre Pauschale hoch. Für eine Festplatzgröße wie in Sand sind statt 3200 nun 4900 Euro zu entrichten. Noch ein Beispiel für die Kosten, die für Veranstalter von der Größenordnung Sand anfallen: Eine ordentliche Toilettenanlage ist ein angenehmer Standard. Verschlingt aber hinter den Kulissen über 20 000 Euro. Und so kommt eins zum anderen. Schließlich haben selbst die Sander ab und zu mal Personalprobleme. Für das Kassieren der Sicherheitspauschale haben sie (schon von Anfang an) Helfer beim befreundeten TV Haßfurt gefunden. Im Festkomitee hegt Roland Mehr berechtigte Hoffnung, dass auch hier eine Verjüngung funktioniert.

Alles Herausforderungen, die die Sander sportlich nehmen. Sie setzen dem etwas entgegen.

"Unser Bestreben war schon immer, dass wir uns was einfallen lassen", erklärt Roland Mahr selbstbewusst. Zum 30. Jubiläum des Sander Altmain-Weinfestes gibt es wieder so a Gutzerla: Die Wasserleinwand auf der Bühne dürfte ein echter Hingucker sein, die musikalischen Darbietungen ergänzen und für besondere Atmosphäre sorgen.

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