Altenkunstadt

Die Retourkutsche des Jan Riedel scheitert

Jan Riedel und die Freien Bürger der Ortsteile (FBO) sind seit kurzem geschiedene Leute. Wegen zahlreicher Alleingänge - erinnert sei nur an seine überzogene Kritik an der Auswahl des Dienstwagens von...
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Jan Riedel und die Freien Bürger der Ortsteile (FBO) sind seit kurzem geschiedene Leute. Wegen zahlreicher Alleingänge - erinnert sei nur an seine überzogene Kritik an der Auswahl des Dienstwagens von Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) - hatte ihn die Fraktion der Freien Bürger der Ortsteile (FBO) per Mehrheitsvotum aus der Fraktion ausgeschlossen.

Die Retourkutsche folgte in der jüngsten Gemeinderatssitzung: Der Strössendorfer wollte eine Abwahl von Zweitem Bürgermeister Georg Deuerling (FBO) erzwingen. Am Ende stand er mit leeren Händen da. Sein durchsichtiges Manöver begründete der Fraktionslose in seinem Antrag mit dem knappen Abstimmungsergebnis, das Deuerling bei seiner Wahl erzielt hatte. Mit einer Stimme Mehrheit hatte er sich damals gegen seine Mitbewerber Almut Schuhmann (SPD) und Hans-Werner Schuster (CSU) durchsetzen können.

"Gerade auch im Hinblick auf die damalige, knappste aller möglichen Mehrheiten wäre es ein Zeichen von Fairness und politischem Anstand, sich nach dem perfiden Ausschluss eines ehemaligen Fraktionskollegen einer neuen Abstimmung zu stellen", schreibt Riedel in seinem Antrag.

Dazu kam es dann auch, obwohl Geschäftsstellenleiter Alexander Pfaff und Bürgermeister Robert Hümmer mit Verweis auf die Gemeindeordnung betont hatten, dass eine Neuwahl eines Bürgermeisters nur in bestimmten Fällen, wie einem Wegzug oder Wechsel in eine andere Körperschaft (z. B. Landkreis), möglich sei. Mit 14 zu drei Stimmen wurde sein Antrag zur vorzeitigen Neuwahl eines zweiten Bürgermeisters abgeschmettert. Auf Riedels Seite hatten sich Frank Novotny von den Sozialen Bürgern (SB) und Gabriele Göring (CSU) geschlagen.

Das Los musste entscheiden

Wegen des Ausschlusses von Jan Riedel aus der FBO-Fraktion mussten die Ausschüsse neu besetzt werden. Die veränderte Situation führte dazu, dass Thorsten Schmidtke von den Jungen Bürgern und Riedel den gleichen Anspruch auf einen Sitz im Bauausschuss, sowie im Haupt- und Finanzausschuss hatten. Das Los musste entscheiden. Die Losfeen Melita Braun (CSU) und Walter Limmer von der Jungen Wähler Union (JWU) zogen jeweils Schmidtke. Damit verlor Riedel seinen Sitz im Bauausschuss an Schmidtke, während Schmidtke seinen im Haupt- und Finanzausschuss behielt.

Auch mit einem anderen Antrag scheiterte Riedel. Fraktionsvorsitzende erhalten eine Aufwandsentschädigung von monatlich 40 Euro, egal wie groß die Fraktion ist. Da in größeren Fraktionen mehr Arbeitsaufwand anfalle, plädierte der fraktionslose Gemeinderat dafür, eine monatliche Zusatzpauschale in Höhe von zehn Euro pro Fraktionsmitglied an den Vorsitzenden zu zahlen. Dies würde, so Riedel, der Gemeinde auch Kosten sparen. Mit seiner Neureglung konnten sich nur Stefanie Dittrich und Frank Novotny anfreunden. Die anderen Ratsmitglieder lehnten sie ab. stö



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