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Ebern
Gerechtigkeit

Die Realschule Ebern ist jetzt eine "Fairtrade-School"

Am Eingang der Dr.-Ernst-Schmidt-Realschule Ebern wird demnächst ein Schild zu sehen sein, welches die Schule als "Fairtrade-School" ausweist. Am Freitag bekam die Realschule von Andreas Schneider, Re...
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Stolz verliest Annalena Höhn, Sprecherin des Schulteams, die Fairtrade-Urkunde, die sie aus Händen von Andreas Schneider, Referent von TransFair e.V., erhalten hatte. Foto: Helmut Will
Stolz verliest Annalena Höhn, Sprecherin des Schulteams, die Fairtrade-Urkunde, die sie aus Händen von Andreas Schneider, Referent von TransFair e.V., erhalten hatte. Foto: Helmut Will

Am Eingang der Dr.-Ernst-Schmidt-Realschule Ebern wird demnächst ein Schild zu sehen sein, welches die Schule als "Fairtrade-School" ausweist. Am Freitag bekam die Realschule von Andreas Schneider, Referent von TransFair e.V., die Auszeichnung überreicht, welche Annalena Höhn als Sprecherin des Schulteams freudestrahlend entgegennahm.

Fairtrade verbindet Konsumenten, Unternehmen und Produzentenorganisationen und verändert Handel und Handeln durch bessere Preise für Kleinbauernfamilien sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Realschulkonrektor Florian Schraud hieß unter den Gästen in der neuen Aula zahlreiche Schulleiter anderer Realschulen sowie die Elternbeiräte willkommen. "Respekt an alle Schülerinnen und Schüler und alle Lehrkräfte", so der TransFair-Referent Andreas Schneider. Ebern sei in ganz Deutschland die 538. Schule, die den Preis erhalten hat, sagte Schneider. Dank sagte er auch im Namen aller Handelspartner und aller Kakaobauern für das Engagement der Schule. Es sei ganz wichtig für die Menschen in den Entwicklungsländern, zu merken, dass es irgendwo Menschen gibt, die sich für ihre Probleme interessieren und für sie einsetzen, die mithelfen, dass es ihnen ein Stück besser geht. "Durch eure Hilfe kann es schon sein, dass sich vielleicht eine Familie eine Kuh anschaffen kann, die vielseitig verwendbar ist, um nur ein Beispiel zu nennen", so Schneider. Die Schülerin Annalena Höhn hielt eine beeindruckende Rede zum Thema. "Wir sind die Welt, wir sind ihre Kinder, wir sind diejenigen, die helfen, etwas besser zu machen", sagte Annalena. Jeder könne ein klein wenig beitragen und am Ende habe man dann eine großartige Sache erreicht.

Stellvertretender Landrat Michael Ziegler sagte, dass für die Dr.-Ernst-Schmidt-Realschule Ebern ein besonderer Tag sei. "Eure Schule ist nach der Wallburg-Realschule Eltmann die zweite im Landkreis, die als Fairtrade-School ausgezeichnet wird." Damit übernehme die Schule eine wichtige Vorreiterrolle innerhalb der Stadt Ebern, die auf dem besten Weg sei, auch als Fairtrade-Stadt anerkannt zu werden.

In den vergangenen Wochen und Monaten hatte die Realschule Ebern tolle Ideen umgesetzt, um den Fairen Handel an der Schule zu verankern. "Im Lehrerzimmer und am Schulkiosk gibt es fair gehandelte Produkte und im Unterricht beschäftigt Ihr Euch intensiv mit Themen wie Nachhaltigkeit, Globalisierung, Gerechtigkeit und Fairness im Umgang mit anderen Menschen", sagte Ziegler. Fair Trade bedeute zu zeigen, dass der Welthandel nicht automatisch nur Händlern und Spekulanten nützen muss, sondern auch zum Beispiel den Kleinbauern mehr als das Existenzminimum sichern kann.

Bürgermeister Jürgen Hennemann: "Wir als Stadt Ebern haben uns auf den Weg gemacht, auch Fairtrade-Kommune zu werden. Die Realschule hat sich da hervorragend eingebracht und ist voran gegangen." hw

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