Kronach
kronach.inFranken.de  Der neue katholische Seelsorgebereich Kronach geht an den Start.

Die Pfarreien rücken enger zusammen

Die bisherige Pfarreiengemeinschaft Kronach und die Pfarreienverbünde Unteres Hasslachtal und Kronach-Süd wurden nach einem etwa zweijährigen Beratungs- und Mitgestaltungsprozess mit Ablauf des 31. Au...
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Leitender Pfarrer Thomas Teuchgräber (von links) mit der stellvertretenden Vorsitzenden des Seelsorgebereichsrates Gertraud Richter (Neuses), dem Vorsitzenden Lukas Löffler (Kronach) sowie der Schriftführerin Eva Ament (Küps) Foto: privat
Leitender Pfarrer Thomas Teuchgräber (von links) mit der stellvertretenden Vorsitzenden des Seelsorgebereichsrates Gertraud Richter (Neuses), dem Vorsitzenden Lukas Löffler (Kronach) sowie der Schriftführerin Eva Ament (Küps) Foto: privat

Die bisherige Pfarreiengemeinschaft Kronach und die Pfarreienverbünde Unteres Hasslachtal und Kronach-Süd wurden nach einem etwa zweijährigen Beratungs- und Mitgestaltungsprozess mit Ablauf des 31. August 2019 von Erzbischof Ludwig Schick aufgehoben und aus ihnen der neue Katholische Seelsorgebereich Kronach gebildet. Was dies bedeutet, erläutert Leitender Pfarrer Thomas Teuchgräber in einer Pressemitteilung.

Konkret bedeutet Seelsorgebereich, dass die einzelnen Pfarreien jeweils bestehen bleiben, aber sie müssen nun mehr als bisher zusammenarbeiten und die vorhandenen Kräfte besser bündeln. Der "Leitende Pfarrer" koordiniert das. Er ist auch Vorgesetzter aller pastoralen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Die Priester, Diakone und Laientheolog(inn)en bilden zusammen ein Team. Sie treffen sich regelmäßig zu Dienstbesprechungen.

Ein "Seelsorgebereichsrat", bestehend aus Mitgliedern der 18 Pfarrgemeinderäte und Vertretern der katholischen Verbände, ist das beratende Gremium für seelsorgliche Fragen, die alle Teilgemeinden betreffen. Bei der konstituierenden Sitzung am 16. Oktober wurden Lukas Löffler zum Vorsitzenden, Gertraud Richter zu seiner Stellvertreterin und Eva Ament zur Schriftführerin gewählt.

Auch im Bereich Finanzen ist Zusammenarbeit nötig. Das Budget, das die Erzdiözese Bamberg dem Seelsorgebereich nach Katholikenzahl und Fläche zuteilt, wurde im Verwaltungsausschuss am 22. Oktober den einzelnen 23 Kirchenstiftungen zugewiesen bzw. für gemeinsame Aufgaben (z.B. die Gemeinsame Pfarrverwaltung aller Pfarrsekretärinnen) reserviert.

Neu ist: Das Erzbistum finanziert für den gesamten Seelsorgebereich auf Antrag der bisherigen Kirchenverwaltungsvorstände eine Verwaltungsleitung. Sie wird ab dem Frühjahr 2020 als ständig stellvertretender Kirchenverwaltungsvorstand weitgehend die Verwaltungsaufgaben der Pfarrer in deren Kirchenstiftungen übernehmen. Die Seelsorger sollen hier entlastet werden, um sich ihren eigentlichen seelsorgerlichen Aufgaben widmen zu können.

Den Menschen nahe bleiben

Das pastorale Team hat beschlossen, dass alle Priester, Diakone, Gemeindereferenten und Pastoralreferentinnen bis auf weiteres ihre Schwerpunkte in den einzelnen Pfarreien behalten und dort für ihre Bereiche die Ansprechpartner bleiben sollen. Alle wollen den Menschen nahe bleiben und brauchen auch selbst einen Platz in den Gemeinden. Alle bisherigen Pfarrbürostandorte sollen bei der gemeinsamen Pfarrverwaltung erhalten bleiben und mehr vernetzt werden. Ihre engere Zusammenarbeit soll höhere Effektivität und bessere Erreichbarkeit erzielen. Verwaltungssitz des Seelsorgebereiches wird die Stadtpfarrei St. Johannes sein.

Derzeit sind acht Priester, vier Diakone und drei pastorale Mitarbeiter im Einsatz. Für die Zukunft ab 2022 sieht der Stellenplan des diözesanen Personals laut Thomas Teuchräber vier Priester und vier pastorale Mitarbeiter vor, wobei die Kaplansstelle und das Kloster in Kronach zusätzlicher "Bonus", bzw. "Himmelsgeschenke" seien, auf die man keinen Anspruch habe.

Wenn es um Taufe, Trauung, Krankensalbung oder Beerdigung geht, wenden sich die Gläubigen wie bisher an ihr Pfarrbüro vor Ort.

Die bisher gewohnte Erstkommunionpraxis und -vorbereitung vor Ort wird vorerst fortgeführt. Die genaue Festlegung, an welchem Datum wo Erstkommunion gefeiert wird, erfolgt künftig immer erst zu Beginn des jeweiligen Schuljahres im Pastoralteam, also im September des Kalenderjahres vor der Erstkommunionfeier.

2020 wird es im Seelsorgebereich vier Firmungen geben: in Kronach, in Neufang, und zwei im Bereich Stockheim/Neukenroth/Glosberg.

Die Gottesdienstorte und bisherigen -zeiten sollen soweit möglich erhalten werden. Teuchgräber: "Wenn kein Priester für eine Eucharistiefeier zur Verfügung steht, sind wir froh über die Wortgottesfeiern durch einen Diakon oder Wortgottesdienstleiterinnen und -leiter. Überall soll weiter Kirche vor Ort möglich sein. Wichtige Kriterien würden künftig auch sein, wie Gottesdienste besucht werden und welche Mobilitätsmöglichkeiten bestehen. red

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