Lichtenfels
Schulamt

"Die Personalversorgung für die Pflichtfächer ist sehr knapp"

In einem Pressegespräch zum Schuljahresanfang gab Schulamtsdirektorin Stefanie Mayr-Leidnecker Veränderungen an den Schulen bekannt. Demnach drücken im beginnenden Schuljahr 3060 Schüler, aufgeteilt a...
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In einem Pressegespräch zum Schuljahresanfang gab Schulamtsdirektorin Stefanie Mayr-Leidnecker Veränderungen an den Schulen bekannt. Demnach drücken im beginnenden Schuljahr 3060 Schüler, aufgeteilt auf 154 Klassen, die Schulbank.

2137 Schüler besuchen in 105 Klassen die Grundschule (davon 508 Schulanfänger in den 1. Klassen). Das entspricht einem Klassendurchschnitt von 20,35. 923 Schüler besuchen in 49 Klassen die Mittelschule (Klassendurchschnitt 18,83). Daraus ergibt sich gegenüber dem Vorjahr bei den Grundschulen ein Rückgang von zwei Klassen mit insgesamt 30 Schülern und bei den Mittelschulen ein Rückgang von 23 Schülern ohne Änderung der Klassenanzahl.

"Die Personalversorgung für die Pflichtfächer ist sehr knapp, eine mobile Reserve kann fast nicht gebildet werden", stellte die Schulamtsdirektorin fest. Sonderzuweisungen gebe es für spezielle Maßnahmen der Deutschförderung für Migranten (Vorkurse im Kindergarten und Deutsch-Förderkurse in der Grundschule und Mittelschule), für gebundene Ganztagsklasse an der Mittelschule, Zusatzstunden für Kombiklassen und Inklusion sowie als Demografiezuschlag für Grundschulen (sichert den Erhalt kleiner Grundschulen), zusätzliche Stunden über das Bildungsfinanzierungsgesetz (Projekte Grundschule-Kindergarten) und für islamischen Religionsunterricht an der Albert-Blankertz-Schule Redwitz.

Fünf Jahre AG Inklusion

Als Sondermodell gebe es an der Johann-Puppert-Mittelschule Michelau eine eCn-Klasse (eCn = extra Chance nutzen), die im Anschluss an die Regelschulzeit Schüler in einem freiwilligen 10. Schuljahr im Ganztagesbetrieb mit einer intensiven Vorbereitung zum Qualifizierenden Hauptschulabschluss führen soll. Schon im fünften Jahr besteht die AG Inklusion an der Grundschule Altenkunstadt, eine Kooperation der Grundschule Altenkunstadt mit der Regens-Wagner-Förderschule Burgkunstadt. Die Kinder beider Schulen würden rege am Schulleben teilnehmen, sich gegenseitig achten und Berührungsängste abbauen, betonte die Schulamtsdirektorin.

Die Ivo-Hennemann-Grundschule Bad Staffelstein (Unnersdorf, Grundfeld, Frauendorf, Uetzing) sei Modellschule für inklusive Beschulung. In der flexiblen Grundschule (Marktzeuln, Schney, Hochstadt) würden Schüler der Jahrgangsstufen 1 und 2 in einer jahrgangsgemischten Eingangsstufe unterrichtet.

Aktuell sei keine Grundschule des Landkreises in ihrer Existenz gefährdet sei. In den Mittelschulen gebe es ein an der Schülerzahl orientiertes Stundenbudget, das zur Bildung der Klassen ausgeschöpft werden kann. Sollten Klassen oder Fachgebiete wegen der gesunkenen Schülerzahl nicht mehr angeboten werden können, kann die Schule durch den Verbund bestehen bleiben.

Schließlich ging die Schulamtsdirektorin auf einige Besonderheiten ein. An ungewöhnlich vielen Schulen seien umfangreiche Sanierungsmaßnahmen notwendig geworden. Nach einer Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung sei für Kinder, die zwischen dem 1. Juli und dem 30. September sechs Jahre alt werden, ab dem Schuljahr 2019/2020 ein Einschulungskorridor eingeführt worden.

Dabei können die Eltern dieser Kinder entscheiden, ob ihr Kind zum kommenden Schuljahr oder erst ein Jahr später eingeschult wird. Wie im Masterplan Bayern Digital II beschrieben, werde Informatik als Pflichtfach in den 5. und 7. Klassen der Mittelschulen eingeführt.

Medienkompetenz stärken

In den drei Themenbereichen Digitaler Informationsaustausch, Datenverarbeitung und Programmierung würden den Schülern Inhalte wie Tabellenkalkulation, Internetdienste und algorithmische Grundstrukturen vermittelt. Ziel der Fortbildungsoffensive sei es auch, die Medienkompetenz der Lehrkräfte zu stärken. So würden im bevorstehenden Schuljahr alle Lehrkräfte aller Schularten drei Online-Fortbildungsmodule zu den Themenbereichen Unterricht entwickeln, Ethik und digitale Welt sowie Digitalisierung, Schule und Recht durchlaufen. Zudem sei für die drei Schulamtsbezirke Lichtenfels, Kronach und Coburg die Stelle eines Beraters Digitale Bildung eingerichtet worden. thi

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