Mitwitz
Gemeinderat

Die neue Kinderkrippe in Mitwitz soll "schön, aber auch bezahlbar" werden

"Nicht mehr zeitgemäß, nicht mehr bestimmungsgemäß, nicht mehr ausreichend...." Damit soll jetzt Schluss sein in der Marktgemeinde Mitwitz. Bürgermeister Hans-Peter Laschka (CSU) und seine Räte drehte...
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"Nicht mehr zeitgemäß, nicht mehr bestimmungsgemäß, nicht mehr ausreichend...." Damit soll jetzt Schluss sein in der Marktgemeinde Mitwitz. Bürgermeister Hans-Peter Laschka (CSU) und seine Räte drehten auch in der letzten Gemeinderatssitzung an der Zukunftsschraube. Am meisten darüber freuen dürften sich die Kids, denn sie kommen ebenfalls in den Genuss der Mitwitzer Zukunft 4.0.

Ein erster Entwurf für die neue Kinderkrippe, bei dem vor allem auch die Kosten im Blick behalten werden sollen, zeigte einen kompakten Grundriss, ein durchgängiges Raumkonzept und vor allem viel Licht und Luft. Auch ein neues Bistro für die Mittagsverpflegung wird nicht fehlen. Planerin Eva Gollner vom Büro H2M-Architekten: "Es wird ein schönes, aber auch ein bezahlbares Gebäude entstehen." Und das werde als separater Anbau an die schon bestehende Kindertagesstätte am Burgstaller Weg seinen Platz finden. Pfarrer Burkhard Sachs: "Die Zahl der Kinder wird prozentual zunehmen. Es ist für die Eltern immer gut, wenn ihre Kinder gut betreut werden."

Ist alles fertig, soll am Ende Platz sein für zwei Kindergarten- und Krippengruppen für insgesamt 48 Kinder und eine altersgemischte Gruppe mit 16 Kindern. Noch nicht ganz klar ist man sich über Material und die Farbigkeit, wie Eva Gollner ausführte, aber "es soll schlicht werden, ohne viel Tamtam, denn dieses Gebäude folgt einfach seiner Funktion".

Eine weitere Diskussion entstand bezüglich des Daches, denn hier stünden drei Varianten zur Debatte. Während Gollner das Flachdach favorisierte, wollten die Räte davon eher weniger wissen. Sie hätten diesbezüglich schon schlechte Erfahrungen gesammelt und tendierten eher zu einem Pult- oder auch zu einem Satteldach. Zeitlich solle bis zum Jahresende die Planung abgeschlossen sein und Anfang nächsten Jahres könne man mit dem Bau beginnen. Etwa eineinhalb Jahre soll es bis zur Fertigstellung dauern.

Baubeginn für den Kinderhort

Der Baubeginn für den neuen Kinderhort auf dem Schulgelände an der Thüringer Straße dagegen soll schon im Spätsommer dieses Jahres sein. Bürgermeister Laschka: "Nach etlichen Vorplanungen wurde die Fläche für den Hortbetrieb dem Markt Mitwitz in Form eines Erbbaurechtes vom Schulverband zur Verfügung gestellt, denn das war Bedingung für die Förderung." Entstehen soll dabei auch eine Freifläche mit Überdachung. "Wir werden das Vordach der Schule einfach weiterziehen und dafür nutzen."

Planer Peter Kropf sprach von einem getrennten und eigenständigen Gebäude, dessen Außenbereich noch völlig ohne Planung sei. 518 Quadratmeter Fläche sollen entstehen und am Ende will man finanziell bei etwa 1,2 Millionen Euro auslaufen. Geheizt werden soll mit Nahwärme. Dazu werde man die Installationen der Schule einfach weiterziehen, denn das vorhandene Netz sei ausreichend, um später auch den Hort mit zu versorgen, versicherte der Planer. Und er war auch optimistisch, dass man zum Schuljahresbeginn 2020 den Hort bereits nutzen könne, denn "die jetzige Horteinrichtug für 25 Plätze im Grundschulgebäude in der Thüringer Straße ist ab dem Schuljahr 2019/20 wegen des Platzbedarfs für weitere Grundschulklassen nicht mehr möglich."

Zur Erweiterungsplanung der Wasserversorgung soll eine neue Wasserleitung vom Gemeindeteil Neubau nach Kaltenbrunn verlegt werden. Stefan Ströhlein vom Büro SRP Schneider + Partner sprach von maroden und undichten Leitungen, die man dringend erneuern müsse. Der Hochbehälter in Burgstall werde stillgelegt, da er ebenfalls sanierungsbedürftig sei. In diesem Zuge wird auch eine neue Pumpstation über die vorhandene Verbindungsleitung Burgstall/Kaltenbrunn den Gemeindeteil Burgstall mit versorgen. Preislich liege man bei dem Projekt in einem Rahmen von etwa 570 000 Euro. "Auch die Kosten für die Druckerhöhungsanlage sind noch nicht final. Sie werden etwa 260 000 Euro betragen", so Ströhlein. Für die Baumaßnahmen zur Erschließung des Baugebietes "Herrschaftsstücke 2" wurden Aufträge vergeben. Den Zuschlag erhielt die Firma Mühlherr Bau GmbH Sonneberg zu einer Vergabesumme von etwa 940 000 Euro. Hier wies der zeitliche Rahmen einen Baubeginn am 29. April aus, als Baufertigstellung habe man den 30. Oktober terminiert.

Gemeinderat Ralf Heidelberger (CSU) informierte über den neuen "Steinachtaler Geschenkgutschein" in Höhe von zehn und 25 Euro, der seit Ende März bei den Banken erhältlich sei. Ein ganz anderes Thema beschäftigte Ralf Holzheimer von der SPD: "Lässt es der Patientenschlüssel für die Marktgemeinde zu, dass ein Nachfolger für Dr. Hans Goldhammer die Praxis übernimmt?" Dazu wolle man sich kundig machen, versicherte auch Geschäftsstellenleiter Stephan Urban.

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