Meeder

Die neue Ansprechpartnerin

Viele gute Wünsche gab es beim Vorstellungsgottesdienst von Pfarrerin Krisztina Kollei.
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Dekan Andreas Kleefeld stellte die neue Pfarrerin für das Kirchspiel Meeder und Beuerfeld, Krisztina Kollei, vor und überreichte ihr zum Dienstantritt Blumen.  Foto: Karin Günther
Dekan Andreas Kleefeld stellte die neue Pfarrerin für das Kirchspiel Meeder und Beuerfeld, Krisztina Kollei, vor und überreichte ihr zum Dienstantritt Blumen. Foto: Karin Günther

Drei Jahre lang war die Pfarrstelle in Meeder vakant. Umso erfreulicher ist es nun, dass die Kirchengemeinden Meeder und Beuerfeld mit Pfarrerin Krisztina Kollei wieder eine feste Ansprechpartnerin haben.

Der Vorstellungsgottesdienst in der Laurentiuskirche war sehr gut besucht. Zu den Klängen der Kirchenglocken und des Posaunenchores zogen die Kirchenvorstände von Meeder und Beuerfeld zusammen mit den Pfarrerinnen und Pfarrern aus der Ephorie Rodach, begleitet von Dekan Andreas Kleefeld und der neuen Pfarrerin Krisztina Kollei, in die Laurentiuskirche ein. Es sei eine große Freude, sagte Pfarrer Alexander Rosenmeyer, dass Kollei mit ihrer Familie in das neu renovierte Pfarrhaus einziehe und dieses mit Leben erfülle. Dekan Andreas Kleefeld und die Pfarrer Karl-Heinz Hillermeier und Alexander Rosenmeyer gaben Kollei verschiedene Bibelverse mit auf den Weg.

Lange hätten die Gemeindemitglieder auf die Besetzung der Pfarrstelle gewartet, einige hätten sich auch Sorgen gemacht, sagte Dekan Andreas Kleefeld. Es sei eine Zeit mit Wechseln gewesen. Nach dem Weggang von Pfarrer Steffen Lübke habe Pfarrerin Johanna Sonntag die Kirchengeschäfte übernommen. Nach deren unerwartetem Tod sei Pfarrer Alexander Rosenmeyer aus Creidlitz gefolgt. Darüber hinaus sei Pfarrerin Dorothea Zwölfer in den Kirchengemeinden tätig gewesen. Des Weiteren hätten Lektoren, Diakone, ehemalige Pfarrer und Pfarrerinnen aus der Ephorie den sonntäglichen Gottesdienst übernommen. Kleefeld dankte auch den Kirchenvorstehern. Weiter sprach er ein Lob der Geschäftsführung im Kirchengemeindeamt mit Rainer Mattern an der Spitze sowie dem Architekten und den Baufirmen aus. Die Verzögerung der Neu-Besetzung sei auch durch die gründliche und zukunftsfähige Renovierung des Pfarrhauses entstanden.

Dekan Kleefeld erläuterte weiter, dass Krisztina Kollei Pfarrerin in Ungarn gewesen sei, bevor sie zusammen mit ihrem Mann nach Bayreuth kam. Danach wechselte die Familie in den Dekanatsbereich Coburg, in dem Kollei ehrenamtlich tätig war. Sie erteilte Religionsunterricht in verschiedenen Schulen, auch in Meeder. "Vor einem Jahr gab sie zu verstehen, dass sie wieder ganz als Pfarrerin tätig sein möchte. Sie musste dafür von der ungarischen Kirche zur bayerischen Landeskirche wechseln", erklärte Kleefeld.

Dreijährige Probezeit

Kollei werde nun den Dienst vorerst auf Probe für drei Jahre aufnehmen und Fort- und Weiterbildungen absolvieren. Das Dekanat werde sich die Erfolgsstory anschauen und danach die Installation vornehmen.

Dekan Kleefeld bezeichnete Kollei als eine ruhige, gewissenhafte Pfarrerin, die mit dem Herzen ganz bei den Menschen sei. Im Vordergrund werde die Verkündigung stehen, es warteten auch große Projekte auf sie. Dazu gehöre das 370. Friedensdankfest in zwei Jahren. Schließlich gratulierte Dekan Andreas Kleefeld Pfarrerin Krisztina Kollei zu der Übernahme der beiden Kirchengemeinden mit den dazugehörenden Dörfern mit den Worten: "Die traditionsreiche Gemeinde, die sich dem Frieden widmet, wird ihr genügend Inspiration bieten." Er wünsche der Familie, dass sie sich in Meeder zuhause fühlen möge. Er bat die Gemeinde um Unterstützung bei den anstehenden Aufgaben und verband damit auch eine rege Teilnahme an den Gottesdiensten.

Pfarrer Alexander Rosenmeyer lobte Pfarramtssekretärin Heidi Sollmann. Sie habe während der Vakanz alle Fäden in der Hand gehabt. Rosenmeyer nannte Sollman "die gute Seele".

Als Predigttext hatte sich Pfarrerin Kollei aus dem Buch Jesaja das Kapitel 43, Vers 1, "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!", gewählt. "Fürchte dich nicht" - dieser Satz komme immer wieder in der Bibel vor, durchziehe sie wie einen roten Faden, sagte Kollei. "Gott weiß, wie schnell Menschen Angst haben und dass jeder Tag Ermutigung braucht. Die Welt ist geprägt von viel Hass und Zerstörung, und es erscheint alles andere als leicht zu sein, sich nicht zu fürchten", sagte Kollei. Nach langer Zeit habe sie ihren Talar wieder angezogen, und dies sei ein besonderes Gefühl. In Ungarn dürfe der Talar vor der Ordination nicht getragen werden. Sie nannte es "einen großen Schritt, heute hier zu sein". Er sei mit vielen Gesprächen, großen Überlegungen, Sorgen und großer Vorfreude verbunden gewesen. Sie möchte die Gemeindemitglieder kennenlernen und die frohe Botschaft weitergeben: "Fürchte dich nicht, du bist mein, ich kenne dich!"

Mit "Herzlich willkommen" begrüßte Bürgermeister Bernd Höfer die Pfarrerin. Die politische Gemeinde arbeite eng mit der Kirchengemeinde zusammen, unter anderen beim bevorstehenden großen Friedensdankfest, sagte er. Höfer dankte allen, die in der Zwischenzeit vielfältige Aufgaben übernommen hätten.

Den Vorstellungsgottesdienst umrahmten musikalisch der Posaunenchor, die Choradstanten und der Laurentiuschor. Danach luden die Kirchengemeinden zu einem Empfang in die Aula der Anna-B.-Eckstein-Schule ein, wobei Mitglieder des Kirchspiels Meeder Pfarrerin Kollei in Gesprächen näher kennenlernen konnten.

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