Ebern
tag der offenen tür

Die Musikschule Ebern ermunterte Buben und Mädchen, ein Instrument zu erlernen

Janina Reuter-Schad Viel los war am Sonntagmittag im Eberner Schuhmacherhaus. Beim Tag der offenen Tür der Eberner Musikschule von 11 bis 15 Uhr konnten sich Kinder und Erwachsene nach Lust und Laune ...
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Swetlana Koch zeigte Kindern, worauf es beim Klavierspiel ankommt.
Swetlana Koch zeigte Kindern, worauf es beim Klavierspiel ankommt.
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Janina Reuter-Schad Viel los war am Sonntagmittag im Eberner Schuhmacherhaus. Beim Tag der offenen Tür der Eberner Musikschule von 11 bis 15 Uhr konnten sich Kinder und Erwachsene nach Lust und Laune an den verschiedenen Musikinstrumenten probieren. Von der Alt-Blockflöte über Geige, Gitarre, Klavier, Klarinette, Oboe oder Saxophon hin zu Trompete, Posaune, Tuba oder zum Schlagzeug standen sämtliche Instrumente in den vier Unterrichtsräumen der Musikschule zum Ausprobieren bereit. Die Kinder durften einfach drauflos spielen.

Ob auf dem E-Piano in die Tasten hauen oder bei der E-Gitarre die Saiten zupfen, ob sanft in die Querflöte pusten oder mit Kraft in die Tuba blasen - die Buben und Mädchen waren mit Begeisterung dabei und interessierten sich sehr für die Vielfalt der Instrumente. Doch auch im stark nachgefragten Bereich der elementaren Musikpädagogik sowie im Unterrichtsfach Gesang gab es tolle Aktionen. Nicht nur für die Kinder war dies ein großer und interessanter Spaß. Auch viele Eltern und Erwachsene griffen zum einen oder anderen Instrument und versuchten, diesen einige Töne zu entlocken, was - wie sich schnell herausstellte - manchmal gar nicht so einfach ist.

Für jede Instrumentengruppe stand eine Lehrkraft der Eberner Musikschule bereit, die das jeweilige Instrument erklärte und zeigte, worauf es beim Spielen des Instruments ankommt. Gerade bei den Blasinstrumenten dauerte es oft ein wenig, bis man den richtigen Dreh raus hatte und wusste, wie man in das Instrument blasen muss. Um dies herauszufinden, hatten die Lehrkräfte einige Kniffe und Tricks parat. So wurde beispielsweise zunächst ein leichter Ball über den Tisch geblasen oder mit einem einfachen Signalhorn der Ansatz geübt, damit man sich an das Mundstück gewöhnt. Auf großes Interesse stieß auch das Ausprobieren von Gitarre, E-Gitarre und E-Bass sowie des Schlagzeugs.

Musikpädagogik

Auch für die kleinsten Besucher, für die die Instrumente noch viel zu groß sind, war einiges beim Tag der offenen Tür der Musikschule geboten. So etwa gleich zu Beginn, als es eine offene Unterrichtseinheit im Bereich der elementaren Musikpädagogik gab, die Adrian Beer vorbereitet hatte. Der Lehrer im elementaren Bereich lud alle Kinder und die Erwachsenen zum Mitmachen ein. Dieser Einladung sind viele Anwesende gefolgt und so konnten sie selbst erleben, wie man durch das Klatschen und Stampfen verschiedener Rhythmen sowie den zugehörigen Gesang schon kleine Kinder für die Musik und das Mitmachen begeistern kann.

"Highway to Hell"

Der Höhepunkt des Tages der offenen Tür war, als einige Schüler selbst zu den Instrumenten griffen und ihr an der Musikschule Erlerntes zum Besten gaben. So etwa die Rockband, ein Ensemble der Musikschule. Ob "Eye of the Tiger" oder "Highway to Hell" - die Band heizte richtig ein und brachte das Publikum zum Rocken. Ebenso überzeugte ein Percussion-Ensemble mit seinen schwungvollen Rhythmen.

Da viele Blaskapellen und Musikvereine in der Umgebung Nachwuchssorgen haben, hat sie die Musikschule am Tag der offenen Tür mit ins Boot geholt und ihnen die Möglichkeit gegeben, ihren Verein und ihre Arbeit bei den Besuchern vorzustellen. Mit Informationsmaterialien, Plakaten, Bannern und Instrumenten standen sie bereit. Man hofft in Zukunft auf eine noch bessere Kooperation zwischen der Musikschule und den Musikvereinen der Umgebung, weshalb angestrebt wird, weiter derartige Aktionen anzubieten.

Kristina Renner, die die Eberner Musikschule seit März leitet, zog ein durchaus positives Fazit zu ihrem ersten Tag der offenen Tür an der Eberner Musikschule: "Es hat alles reibungslos geklappt und war ein voller Erfolg. Viele Kinder waren mit ihren Eltern da und sind unserer Einladung nachgekommen, verschiedene Instrumente einfach mal auszuprobieren. Sie hatten riesen Spaß dabei", freut sich Kristina Renner.

Anmeldefrist läuft

Sie hofft, dass der Tag der offenen Tür bei vielen Kindern das Interesse geweckt hat, ein Instrument zu erlernen oder einen Kurs in der elementaren Musikpädagogik zu besuchen. Die Anmeldezeit für das kommende Schuljahr läuft noch bis zum 30. Juni. Ohne die Unterstützung der Lehrkräfte sei so ein Tag der offenen Tür jedoch nicht realisierbar, weshalb sie sich besonders bei ihnen für ihr Engagement bedankte.

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