Kleingarnstadt
kleingarnstadt.infranken.de  Den Bürgerverein Kleingarnstadt gibt es seit mittlerweile 40 Jahren. Durch ihn wurde schon viel geschaffen.

Die Mitglieder leisten viel für ihr Dorf

Seit vier Jahrzehnten ist der Bürgerverein ein Aktivposten der Dorfgemeinschaft, denn nach wie vor leisten die Mitglieder einen hohen ehrenamtlichen Einsatz...
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Sie stehen stellvertretend für die umfassende ehrenamtliche Arbeit im Bürgerverein Kleingarnstadt (von links): Kassier Heinz Bruns, Beisitzerin Marion Knoch, Monika Carl, Beisitzer Harald Eckardt, Beisitzer Frank Schillig, Schriftführer Dietmar Schillig, Christa Carl, stellvertretender Vorsitzender Marcel Friedrich und Vorsitzender Günter Car.  Foto: Alexandra Kemnitzer
Sie stehen stellvertretend für die umfassende ehrenamtliche Arbeit im Bürgerverein Kleingarnstadt (von links): Kassier Heinz Bruns, Beisitzerin Marion Knoch, Monika Carl, Beisitzer Harald Eckardt, Beisitzer Frank Schillig, Schriftführer Dietmar Schillig, Christa Carl, stellvertretender Vorsitzender Marcel Friedrich und Vorsitzender Günter Car. Foto: Alexandra Kemnitzer
Seit vier Jahrzehnten ist der Bürgerverein ein Aktivposten der Dorfgemeinschaft, denn nach wie vor leisten die Mitglieder einen hohen ehrenamtlichen Einsatz. Am Freitag wurde das Jubiläum im Saal des Bürgerhauses gefeiert. In diesem Rahmen wurden Christa Carl, Monika Carl, Ella Scheler, Heinz Bruns und Dietmar Schillig für ihr unentgeltliches Engagement geehrt. Etwa sechs Monate, nachdem sich die Wogen rund um die geplante Mülldeponie bei Kleingarnstadt durch den Einsatz der damaligen Bürgerinitiative "Mülldeponie Kleingarnstadt" etwas geglättet hatten, lud Siegfried Zapf am 12. Mai 1977 die Kleingarnstadter zu einer Versammlung ein. Bei dieser schlug er vor, einen Bürgerverein zu gründen, um künftig die Interessen des Dorfes und dessen Einwohner besser vertreten zu können. "Dieser Vorschlag stieß auf einstimmigen Zuspruch und so wurde der Verein von 21 Kleingarnstadtern gegründet", erzählt Vorsitzender Günter Carl.
Bereits im Oktober wurde bei der Bürgerversammlung eine Forderungsliste mit mehreren Hauptanliegen wie dem Ausbau der Gutgasse und der Ortsverbindungsstraße nach Oberwasungen gefordert und in den Folgejahren realisiert. Des Weiteren wurde ein Ortswappen entworfen. Zur Belebung der Dorfgemeinschaft fanden verschiedene gesellige Veranstaltungen statt. Bis heute führt der Bürgerverein gemeinsam mit dem TTC Kleingarnstadt und der Feuerwehr Kleingarnstadt das traditionelle Maibaumfest durch. Darüber hinaus beteiligte man sich immer wieder am Kreiswettbewerb "Das schönere Dorf" und führte Ortsbegehungen durch. Umfassend brachten sich die Mitglieder bei der Dorferneuerung ein. Auch hierfür wurde eine Wunschliste erstellt, Anregungen wurden gesammelt. Daraus entwickelten die Mitglieder des Bürgervereins einen Bedarfsplan, der unter anderem einen Dorfplatz und den Bau des Gemeinschaftshauses vorsah.
Die Einweihung des Gebäudes und des Dorfplatzes wurde im April 2001 gefeiert. Von den Ortsbürgern wurden mehr als 5500 Arbeitsstunden und fast 30 000 D-Mark an Eigenleistungen erbracht. Im Bürgerhaus wurde auch die Ortsglocke eingebaut.
Im selben Jahr übernahm Günter Carl das Amt des Vorsitzenden, welches er bis heute innehat. Zur Verschönerung des Ortsbildes werden alljährlich zu Ostern die beiden Brunnen von den Frauen geschmückt. Alljährlich beteiligen sich die Mitglieder gemeinsam mit der Feuerwehr an der Müllsammelaktion. Des Weiteren kümmern sich die Mitglieder um die Erlenhütte beim Bolzplatz. Dort übernahmen sie ebenfalls zahlreiche Arbeiten in Eigenleistung. Während des Sommers treffen sich an der Hütte die Senioren des Dorfes. Auf Antrag des Bürgervereins erhielt das Bürgerhaus einen Treppenlift.
Darüber hinaus werden am und im Bürgerhaus wöchentlich Pflege- und Reinigungsarbeiten durchgeführt und die "Hausverwaltung" übernommen. Die Gemeinde schloss einen entsprechenden Nutzungsvertrag mit dem Verein. Für die Anschaffung und den Erhalt des Gebäudes wurden bisher 23 000 Euro ausgegeben. "Das Bürgerhaus ist durchschnittlich drei bis viermal in der Woche geöffnet. Es finden nicht nur die Veranstaltungen der drei Ortsvereine, sondern auch unterschiedlichste Feiern oder Volkshochschulkurse statt", ergänzt Frank Schillig. Er betont, dass das Bürgerhaus keine Konkurrenz für das benachbarte Gasthaus sei und sogar über einen sogenannten Zerlege-Raum verfüge. Dieser werde ebenfalls regelmäßig für Schlachtungen genutzt. Seit der Gründung beträgt der Vereinsbeitrag im Jahr drei Euro (früher sechs D-Mark), weshalb durch die vielen Anschaffungen deutlich wird, wie hoch der ehrenamtliche Einsatz im Bürgerverein ist. Als Gründungsmitglieder gehören dem Verein heute noch Rainer Alex, Heinz Bruns, Günter Carl, Ulrich Carl, Günther Martin, Günther Motschmann, Günther Renner, Dieter Schamberger, Dietmar Schillig und Siegfried Zapf an. Alexandra Kemnitzer
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