Bamberg

Die Maschinen hatten Pause

Den Tag der offenen Tore auf dem Lagarde-Campus nutzten viele Bamberger zur Information über die Fortschritte. Besonders "Wohnen für alle" interessierte.
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Marion Krüger-Hundrup Dieser "Tag der offenen Tore" am Samstag auf dem Lagarde-Campus soll nicht der letzte gewesen sein. "Der Erfolg der Veranstaltung verpflichtet dazu, die Führungen zu wiederholen, um den Prozess bürgernah und transparent zu machen", erklärte jedenfalls Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) gegenüber unserer Zeitung. Die offenen Tore seien wichtig, um der Bevölkerung einen Eindruck vom Fortschritt auf der Konversionsfläche zu vermitteln, fügte Starke hinzu und sprach von einer "ungeheuren Dynamik", die in diesem Gebiet stecke.

Nun ist Dynamik nicht visuell greifbar. So sahen die Besucher beim Durchschreiten des Eingangstores an der Weißenburgstraße zunächst auch nur eine große Brachfläche mit Wasserpfützen und still stehenden Baggern. Alles gesäumt von den Backsteingebäuden der früheren militärischen Liegenschaft. Umso lebhafter ging es in der ehemaligen Reithalle zu: An mehreren Info-Ständen bekamen die Interessierten einen Eindruck davon, was auf dem Lagarde-Campus eines Tages entstehen soll: nämlich ein lebendiges Stadtviertel mit einer Mischung aus Wohnen, Dienstleistung und Kultur.

"Bamberg wird aufgewertet!" meinte etwa Brigitte Pfänder, die wie ihre Bekannte Elfriede Engert-Fuchs in unmittelbarer Nähe des Campus‘ wohnt, aber "noch nie darin war", wie sie sagte. Der "Tag der offenen Tore" sei eine "gute Gelegenheit, die sich angeboten hat". Besonders freut die beiden Damen, dass nun "mehr Wohnraum entsteht". Und dass das angedachte Kulturquartier Lagarde auch Oster- und Weihnachtsmärkte bieten könnte neben all den anderen Möglichkeiten für Kreative.

Umlagert ist das Mini-Modell mit Häusern, Grünflächen, Straßen. "Wohnen für alle" mit rund tausend Wohnungen - in Bestandsgebäuden und Neubauten - lockt an. Jedoch nicht nur solche Bamberger, die händeringend nach einer passenden Wohnung suchen. "Einziehen will ich hier nicht, ich interessiere mich nur generell für die Entwicklung von Stadtteilen", erklärte eine Frau, die Zeit für das Lesen der Info-Tafeln mitgebracht hatte.

Digitales Gründerzentrum

Ein steter Besucherstrom zog auch am Stand des künftigen Digitalen Gründerzentrums Lagarde1 vorbei: "Das zweite Standbein der IGZ Bamberg GmbH", wie dessen Prokurist Mario Mages aufklärte. 2021 solle das neue Zentrum eröffnet werden. Und schon jetzt gebe es "eine lebhafte Szene, die sich interessiert, die wir aber noch vertrösten müssen", bedauerte Mages. Er sei jedoch zuversichtlich, dass "wir voll werden". Also "voll" mit Existenzgründern, digitalen Start-ups oder neuen, technologiebasierten Produkten für Dienstleistungen und Geschäftsideen. Auch dem Austausch zwischen etablierten Unternehmen und der Wissenschaft stehe Lagarde1 dann offen.

Während der drei jeweils einstündigen Führungen durch das Gelände erfahren die Marschierer mehr über die genauen Standorte der einzelnen Planungen. Auch das Medical Valley Center Bamberg gehört dazu, ein weiteres Plus für ein modernes Stadtquartier auf 19 Hektar im Bamberger Osten.

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