Marktgraitz
Gemeinderat

Die Marktgraitzer Steinachstraße muss dringend saniert werden

Einen seltenen Antrag hatten die Familien Förtsch und Gesslein für die Gemeinderatssitzung gestellt. So baten sie dringend um die Beseitigung von Straßenschäden entlang des Anwesens Steinachstraße 9. ...
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Eine Grundsicherung soll in der maroden Steinachstraße Abhilfe der Probleme schaffen. Foto: Roland Dietz
Eine Grundsicherung soll in der maroden Steinachstraße Abhilfe der Probleme schaffen. Foto: Roland Dietz

Einen seltenen Antrag hatten die Familien Förtsch und Gesslein für die Gemeinderatssitzung gestellt. So baten sie dringend um die Beseitigung von Straßenschäden entlang des Anwesens Steinachstraße 9.

Randstein und Entwässerungsstreifen lösten sich immer mehr vom Asphalt, die Entwässerungsrinne senke sich in Richtung des Privatgrundstücks, so dass Vorgarten und Kellerwand durchnässt würden. Zudem müsse befürchtet werden, dass die Entwässerungsrinne eines Tages komplett ins Grundstück abrutsche. In dem Spalt zwischen Asphalt und Entwässerungsrinne könnten sich auch Fahrradreifen verfangen und es zu Stürzen oder Unfällen kommen. Auf die Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde wurde hingewiesen.

Bürgermeister Jochen Partheymüller (BB) führte aus, dass dieser Antrag nicht an den Haaren herbeigezogen sei. Die Probleme seien tatsächlich gegeben. Nach kurzer Diskussion stellte das Gremium fest, dass eine Grundsicherung das Problem beseitigen werde. Größere Ausbaumaßnahmen würden dann getätigt, wenn die Fördermöglichkeit geklärt seien. Auf jeden Fall will die Gemeinde am Ball bleiben.

Haus der Handwerkskünste

In der Sitzung wurde ein Selbstbindungsbeschluss des Förderprogramms "Innen statt Außen" verabschiedet. Dabei geht es um den Ortskern. So beabsichtigt der Markt Marktgraitz im Rahmen einer Dorferneuerung die von ihm erworbenen Anwesen Marktplatz 10 und 14 (beide stark sanierungsbedürftig) einer neuen Nutzung (z. B. als Haus der keltischen Handwerkskünste in Oberfranken) zuzuführen sowie die Einrichtung eines Dorfladens. Daneben steht das gemeindeeigene Anwesen Marktplatz 9 (alte Schule) ebenfalls für eine neue Nutzung zur Verfügung, bevorzugt für die Einrichtung einer Arztpraxis. Dadurch sollten die vorhandenen Leerstände beseitigt werden. Seit August 2018 nimmt Marktgraitz dazu am Programm "Marktplatz der Generationen" des Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales teil. Für die genannten Maßnahmen im Innenbereich erhofft sich Marktgraitz einen erhöhten Zuschuss aus dem Förderprogramm "Innen statt Außen". Möglich ist ein Fördersatz von bis zu 80 Prozent. Die letzte Ausweisung von Bauland erfolgte 2000, also vor 19 Jahren. Im Baugebiet "Auf der Höh" gibt es immer noch freie Bauplätze. Beschlossen wurde, dass Marktgraitz der Innenentwicklung des Ortskerns Vorrang einräumt. Die Dorferneuerung soll diese Entwicklung stärken. Vor der Ausweisung von Bauland sei zu prüfen, ob der Bedarf nicht durch Brachflächen bzw. Baulücken in vorhandenen Bebauungsplangebieten gedeckt werden könne.

Das Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Redwitz ist angehalten, Bauwillige vorrangig auf diese Baulücken hinzuweisen. Seit 2014 stellt der Markt Marktgraitz auf seiner Homepage eine Liste von Verkaufsgrundstücken (bebaut und unbebaut) zur Verfügung, in der sich jeder kostenlos eintragen lassen und informieren kann. Dieses Leerstands-Management wird weitergeführt und intensiviert. Daneben wird die Marktgemeinde die Gewährung eines kommunalen Baukindergeldes weiterführen. Gewährt wird ein Zuschuss von 1000 Euro je Kind (bis zu maximal drei Kinder). rdi

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