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Ebensfeld

Die "Mainzwerge" gerettet

Das Einsatz-Szenario bei der Feuerwehrübung an und in der Ebensfelder Kindertagesstätte war erschreckend realitätsnah - und gerade deshalb sehr effektiv.
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Die Atemschutzgeräteträger machen sich bereit für ihren Einsatz.
Die Atemschutzgeräteträger machen sich bereit für ihren Einsatz.
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Das möchte man sich nicht vorstellen: Dicker Qualm dringt aus dem Schlafraum der Krippenkinder. Erst löst der erste Rauchmelder aus, dann dröhnt der durchdringende Piepton durch das gesamte neue Gebäude der Kindertagesstätte "Haus Mainzwerge". Leiterin Ulli Zenk steht schaudernd im leichten Nieselregen vor dem Eingang, den Blick auf die Armbanduhr gerichtet: In wenigen Minuten wird die Ebensfelder Feuerwehr alarmiert, eine groß angelegte und ortsübergreifende Übung zur Aktionswoche wird beginnen. Es ist alles so echt: die Sirene, die Alarmierung per Piepser, das Heranpreschen der Fahrzeuge.

Einsatzleiter ist an diesem Abend Georg Gäbelein, Kommandant der Ebensfelder Wehr. Er hat Verstärkung aus Kleukheim und Prächting angefordert, und auch den Nachbarort Unterneuses um Hilfe gebeten. Im Haus wird ein Brand angenommen, dazu werden zwei Erwachsene und ein Kind vermisst.

Schon treffen die ersten Fahrzeuge ein. Feuerwehrleute springen heraus, stellen sich auf, warten auf Einsatzbefehle. Dann läuft alles wie am Schnürchen: Die einen legen Schlauchleitungen, die anderen schnallen sich ihre Atemschutzgeräte an, eine weitere Einheit bringt die große Drehleiter der Ebensfelder in Position. Das Dach der neuen Tagesstätte wird mithilfe einer Wärmebildkamera nach Brandherden abgesucht, die Einsatzstelle mit starken Scheinwerfern zusätzlich von oben beleuchtet.

Derweil verschaffen sich mehrere Brandbekämpfer Zugang durch den Haupteingang, betreten schwer ausgerüstet das total verqualmte Gebäude. Die Rauchmaschine der Feuerwehr hat ihr Bestes gegeben - die Sicht ist gleich Null.

Mit starken Scheinwerfern werden die Vemissten gesucht und schließlich an verschieden Stellen in der Kindertagesstätte gefunden. Die Bergung verläuft professionell. Draußen warten schon die Kameraden mit je einer Trage pro "geretteter Person". Schließlich kommt der Überdrucklüfter zum Einsatz: Aus dem Gebäude wird mit einer Art riesigem Ventilator der Qualm herausgeblasen.

"Die Zusammenarbeit der 55 Einsatzkräfte aus Ebensfeld, Unterneuses, Birkach und Kleukheim klappte gut", freute sich Georg Gäbelein nach der Übung. Er hatte schon mehrere Male ortsübergreifend Übungen durchgeführt. Auch Kindergartenbeauftragter Harald Klier war vor Ort und machte sich ein Bild von den umfangreichen "Brandbekämpfungs- und Rettungsmaßnahmen".

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