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Wichsenstein

Die Leistungskurve steigt

Mit dem Wechsel von Muggendorf den Berg hinauf nach Wichsenstein und von der Abwehr ins Mittelfeld hat sich Lena Seyberth in der Kreisklasse 2 zur Torschützin entwickelt.
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Um im Heimatort Muggendorf Fußball spielen zu können, ergriff Lena Seyberth 2012 die Initiative und gründete eine U17. Inzwischen kickt die 19-Jährige in Wichsenstein, hat sich ans Großfeld gewöhnt - und schießt Tore.

Wer hat Sie angespielt?
Lena Seyberth: Mein Freund Christian Distler. Wir haben uns vor etwa drei Jahren in der Höchstadter Disko Puls getroffen. Zwischenzeitlich wurde sie in CUE umbenannt, dann aber geschlossen. Wenn sie nochmal aufmacht, wollen wir irgendwann vielleicht wieder zusammen hin.

Hat er Sie zum Fußballspielen gebracht?
Nein. Ich war 2012 mit einer Freundin am Muggendorfer Sportplatz. Wir haben überlegt, uns auch einen Sport zu suchen. Die erste Idee war Handball, aber hier gibt es weit und breit keinen Verein. Also sind wir auf Fußball gekommen. Bei der Sportlerkerwa der SpVgg haben wir mit den Vereinsfunktionären vereinbart, dass wir eine U17 gründen, wenn wir genug Spielerinnen finden. Als Trainer haben sich Herrenspieler bereiterklärt. Für ein Damenteam hat es nicht gereicht, deshalb sind die meisten von uns 2016 nach Wichsenstein gewechselt.
Dort haben Sie in zwei Saisonspielen schon zwei Mal getroffen. Im vergangenen Jahr sind Sie leer ausgegangen. Woran liegt das?
Vor allem daran, dass ich von der rechten Verteidigerposition ins offensive Mittelfeld gerückt bin. Ich dachte immer, ich sei die typische Abwehrspielerin, aber ich fühle mich auch vorne wohl. Wir sind zudem als Mannschaft gereift. Vor der vergangenen Saison gab es eine starke Verjüngung. Viele von uns mussten sich erst ans Großfeld gewöhnen.

Die Spielzeit haben Sie auf Platz 10 von elf Teams abgeschlossen. Jetzt stehen Sie mit vier Punkten aus zwei Partien ganz oben. Wie lautet das Ziel des FCW?
Wir haben kein konkretes Ziel wie den Aufstieg. Wir wollen aber nicht wieder hinten drin stehen, sondern um die vorderen Plätze mitspielen. An diesem Wochenende kommen allerdings keine Punkte dazu, da unser eigentlicher Gegner ASV Forth bereits zurückgezogen hat.

Vor zwei Wochen feierte der FC Wichsenstein sein 50-jähriges Bestehen. Wie lief das Wochenende für Sie?
Wir von der Damenmannschaft haben am ganzen Wochenende bedient, in der Küche geholfen oder hinter der Bar gestanden. Am Sonntag stand unser Ligaauftaktspiel auf dem Programm, in dem wir uns mit dem diesjährigen Relegationsteilnehmer Obertrubach die Punkte geteilt haben.

Nicht so erfolgreich verlief die EM für die deutschen Frauen. Im Viertelfinale war überraschend gegen Dänemark Schluss. Begrüßen Sie es , dass Trainerin Steffi Jones trotzdem bis zur WM weiterarbeiten darf?
Ich kenne mich im Frauenfußball nicht so gut aus. Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass jeder eine zweite Chance verdient hat. Jones war noch nicht lange im Amt, Mannschaft und Trainerin müssen sich vielleicht erst aneinander gewöhnen. Ich finde es schade, dass die Frauen so wenig Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Auch ich fokussiere mich mehr auf den Männerfußball.

An wen spielen Sie weiter?
An Verena Kraft vom TSV Gräfenberg. Sie ist mit einem Bekannten von mir zusammen, den ich durch meinen Bruder kenne. Die beiden Duelle in der vergangenen Saison gingen kurioserweise innerhalb von zwei Tagen jeweils mit 6:2 an sie, deshalb wollen wir heuer Revanche.

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Steilpass-Regeln: Das Spielfeld bilden die Landkreise Erlangen-Höchstadt und Forchheim. Verboten sind Kurzpässe, also Zuspiele innerhalb des eigenen Vereins, und Rückpässe zu bereits angespielten Aktiven.

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