Weingarts
Ehrungen

Die Laudatoren zollen den Feldgeschworenen Dank und Respekt

Außerordentlich gut besucht war wieder die Hauptversammlung der Feldgeschworenenvereinigung Forchheim im Sportheim der DJK Weingarts. Vorsitzender Bernhard Mehl begrüßte unter den zahlreichen Ehrengäs...
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Edwin Vollmann (4. v. l.), der zum Ehrenmitglied ernannt wurde, im Kreis der anderen bei der Hauptversammlung ausgezeichneten Feldgeschworenen und der Ehrengäste Foto: Franz Galster
Edwin Vollmann (4. v. l.), der zum Ehrenmitglied ernannt wurde, im Kreis der anderen bei der Hauptversammlung ausgezeichneten Feldgeschworenen und der Ehrengäste Foto: Franz Galster

Außerordentlich gut besucht war wieder die Hauptversammlung der Feldgeschworenenvereinigung Forchheim im Sportheim der DJK Weingarts. Vorsitzender Bernhard Mehl begrüßte unter den zahlreichen Ehrengästen auch Vertreter aus Politik und von verschiedenen Ämtern. Der Bauernverband war durch Kreisbäuerin Rosi Kraus vertreten.

"Gastfreundschaft ist bei uns Pflicht", betonte Bürgermeister Konrad Ochs (CSU) humorvoll im Namen aller Amtskollegen in seinem Grußwort an die Geschworenen. Er dankte ihnen für ihre Verdienste. Dank und Respekt zollte in diesem Sinne auch Landrat Hermann Ulm (CSU). Gleichzeitig teilte er mit, dass die Arbeitsgemeinschaft der Feldgeschworenenvereinigung von Oberfranken (ArgeOF) bei ihrer Jahrestagung den Beschluss gefasst hat, die Erhöhung der Gebührensätze um 2,50 Euro auf 13 Euro für die Feldgeschworenen und um drei Euro auf 14 Euro für die Obmänner zu empfehlen. Der Kreisausschuss werde der Erhöhung zum 1. Januar 2020 zustimmen und diese auch dem Kreistag empfehlen. Die Erhöhung ist symbolisch zu sehen, für Feldgeschworene steht der Ehrendienst im Vordergrund, darüber ist man sich einig.

Insgesamt zählt die Vereinigung 600 Mitglieder, davon 430 aktive. Erfreut zeigte sich Bernhard Mehl über die Tatsache, dass mit Manuela Hermann aus Affalterthal wieder eine Schriftführerin gefunden werden konnte und so die Vorstandschaft wieder komplett ist. Die bisherige Schriftführerin Steffi Spörlein schied vor zwei Jahren aus, nachdem sie beruflich nach Erlangen versetzt worden war.

Großen Respekt zollte MdL Michael Hofmann (CSU) den Feldgeschworenen. Andere Bundesländer stellten dafür Ingenieure ein, das sei keine gute Idee. "Ihr könnt vor Ort bei Differenzen viel besser damit umgehen", sagte er. Seine Einladung in den Bayerischen Landtag fand letztes Jahr mehr Resonanz als erwartet. Nicht alle kamen mit. Hofmann versprach weitere Fahrten in 2020.

Anton Hepple vom Amt für Ländliche Entwicklung verwies in seinem Grußwort an die vielen gelungenen Maßnahmen von Dorferneuerungen im Landkreis Forchheim, sowie auch ökologische Umgestaltungen in der Natur, beispielsweise in Moggast. Er dankte in diesem Zusammenhang für das Engagement des ADBV und der Feldgeschworenen.

Schließlich galt es noch, langjährige Mitglieder zu Ehren. Für 25 Jahre Mitarbeit wurde ausgezeichnet Hans Wehrfritz (Hetzelsdorf), Josef Taschner (Dürrbrunn), Anton Simon (Ebermannstadt) und Konrad Krug (Götzendorf). 40 Jahre als Feldgeschworene wirken Oswald Siebenhaar (Bräuningshof), Hans Schönfelder (Urspring), Werner Kraft (Pretzfeld) und Hermann Güthlein (Langensendelbach). Auf 50 Jahre bringen es Edmund Roppelt (Rettern) sowie Waldemar Hofmann (Weilersbach). Edwin Vollmann wurde für langjährige besondere Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt.

Dank für den Wohlstand

Ein Vortrag von Christian Kruse wollte die Zuhörer zuerst nicht so recht packen. Er erwähnte Dokumente von Kaiser Heinrich IV., vertraute Orte in ursprünglichem Namen, ging ein auf die Geschichte ab 1800, als Grundbesitzbücher und die Vermessung zu Steuerzwecken eine immer größere Rolle spielten.

Er zeigte aber auch Dokumente aus der Zeit um 1919, als in bitterer Not Kartoffeln knapp waren und dem einzelnen Menschen nur 30 Gramm Fleisch pro Woche zugestanden wurden. Und plötzlich war der Vortrag spannend, den Zuhörern wurde bewusst, welche Schätze im Staatsarchiv schlummern. Kruse schloss mit der Aufforderung, dankbar zu sein für Wohlstand, Demokratie und Frieden.

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