Laden...
LKR Erlangen-Höchstadt

Die Koordinatoren in der Krise

Im Landratsamt Erlangen-Höchstadt berät und entscheidet die Führungsgruppe Katastrophenschutz über notwendige Maßnahmen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Mitglieder der Führungsgruppe Katastrophenschutz behalten die Ausbreitung des Coronavirus in ganz Deutschland im Auge. Foto: Sebastian Weber
Die Mitglieder der Führungsgruppe Katastrophenschutz behalten die Ausbreitung des Coronavirus in ganz Deutschland im Auge. Foto: Sebastian Weber

Die aktuelle Lage im Katastrophenfall des Coronavirus bleibt weiterhin ernst. Das Landratsamt Erlangen-Höchstadt ist seit dem 16. März mitwirkend zur Bewältigung der globalen Krise im Einsatz, heißt es in einem Pressebericht des Kreisfeuerwehrverbands.

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) ist dafür zuständig, entsprechend der aktuellen Lage zu beraten, Entscheidungsgrundlagen für notwendige Maßnahmen zu schaffen und diese umzusetzen. Sie dient als Schnittstelle zwischen der Regierung von Mittelfranken und den einzusetzenden Hilfsorganisationen (Feuerwehr, THW, Ehrenamtliche von ASB, BRK etc.). Dabei ist jeder gefragt.

Innerhalb einer festgelegten Struktur beteiligen sich Mitarbeiter verschiedener Stellen des Landratsamtes in eingeteilten Schichten an den nötigen Maßnahmen für den Landkreis in einer Besetzung rund um die Uhr. In enger Zusammenarbeit mit dem staatlichen Gesundheitsamt von Stadt und Landkreis werden regelmäßig sämtliche interne Stellen abgefragt, um die kontinuierliche Einsatzbereitschaft im Amt mit "Unterstützern" sicherzustellen.

Unter der Leitung der Abteilung Sicherheit und Ordnung agiert federführend das Sachgebiet Öffentliche Sicherheit in ständigem Kontakt mit Landrat Alexander Tritthart (CSU), der regelmäßig persönlich im Einsatzgeschehen mitwirkt. Als Bindeglied zwischen dem Bayerischen Staatsministerium und dessen Anforderungen, die über die Regierung von Mittelfranken herangetragen werden, leitet die FüGK als oberste Füh-rungsebene im Landkreis sämtliche Maßnahmen ein, die durch die Hilfsorganisationen umge-setzt werden.

Über den durch die FüGK einberufenen Örtlichen Einsatzleiter (ÖEL) werden die Kreisbrandinspektion und weitere Hilfsorganisationen unterrichtet. Für diese Funktion wurde in diesem Fall Kreisbrandrat Matthias Rocca am 19. März bestellt. Nahezu tägliche Konferenzen über das Web informieren die Führungskräfte der Hilfsorganisationen über anstehende Maßnahmen.

Auch im Landratsamt gelten für das Zusammentreffen die bekannten Schutzmaßnahmen der Hygiene und Distanz. So können die Aufgaben entweder am bisherigen Arbeitsplatz, anderenfalls in den entsprechenden Räumlichkeiten des Sachgebiets Öffentliche Sicherheit mit Wahrnehmung des nötigen Abstands zueinander verrichtet werden.

THW ist auch im Einsatz

Auch das Technische Hilfswerk ist in Bayern bereits seit der vergangenen Woche mit verschieden Logistikaufgaben für unterschiedliche Bedarfsträger im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus im Einsatz. Der Ortsverband Baiersdorf hat hier zusammen mit der Feuerwehr bereits unterschiedlichste Aufgaben übernommen und steht über einen Fachberater in engem Kontakt mit der FüGK des Landkreises Erlangen-Höchstadt, um gezielt Maßnahmen zu besprechen und umzusetzen.

Die Logistik-Komponente der Feuerwehren aus dem Hilfeleistungskontingent des Landkreises kam bereits zum Einsatz, um verschiedenste Güter je nach Anforderung an unterschiedliche Einrichtungen auszuliefern. Auch hier wurde ein spezielles, kontaktloses Konzept in Anbetracht der zu bewahrenden Distanz für den Infektionsschutz erstellt und umgesetzt.

Durch die FüGK des Landkreises Erlangen-Höchstadt und der Stadt Erlangen wurde die Einrichtung einer gemeinsamen Drive-Through Teststelle für die Stadt und den Landkreis Erlangen-Höchstadt beschlossen.

Die Betreuung und Einweisung übernimmt seitens der Feuerwehr für die erste Woche der ABC-Zug des Landkreises. Durch deren Erfahrungen und die bisherige Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Erlangen bildet der ABC-Zug mit allen anderen Kräften zum Start dieser Aufgaben eine kompetente Einheit. Seitens der Feuerwehr wird die Schicht ab der zweiten Woche mit der nötigen Personenzahl aus den Feuerwehren im Landkreis eingeteilt. Im Zusammenhang mit Drive-Through-Teststellen weist die Feuerwehr dringend darauf hin, dass diese nicht initiativ angefahren werden können, sondern nur nach vorheriger Vereinbarung eines Termins. red