Zeil am Main
Wahlkampfauftakt

Die Konsequenzen der Entscheidungen wirken sich auf den Bürger aus

Die pragmatischen Lösungsansätze der Freien Wähler aus der Kommunalpolitik in die Landespolitik tragen, das will Gerald Pittner, der Direktkandidat für den Stimmkreis Haßberge/Rhön-Grabfeld. Beim Wahl...
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Die pragmatischen Lösungsansätze der Freien Wähler aus der Kommunalpolitik in die Landespolitik tragen, das will Gerald Pittner, der Direktkandidat für den Stimmkreis Haßberge/Rhön-Grabfeld.

Beim Wahlkampfauftakt der Freien Wähler in Zeil stellten er und die Bezirkstags-Direktkandidatin Birgit Bayer ihre politischen Schwerpunkte vor. Seriöse Politik machen, auf die Finanzen achten, die Menschen mitnehmen, die Konsequenzen von Entscheidungen bis zur Kommune und zum Bürger bedenken - das sei Handlungsgrundlage der Freien Wähler, die in Bayern rund 40 Prozent der Mitglieder von Kreis-, Stadt- und Gemeinderäten und auch der Bürgermeister stellen. "Wir haben in den zehn Jahren, die wir im Landtag vertreten sind, aus der Opposition viel bewegt in Bayern, ob über Volksbegehren oder schlicht, weil die CSU unsere Ideen übernommen hat", erklärte der Amtsrichter aus Bad Neustadt. Die Aufnahme der Flüchtlinge 2015 hätte seiner Meinung nach nicht die Probleme nach sich ziehen müssen, wenn Staat und Behörden planvoll und koordiniert gehandelt hätten. "Damals hätten wir die Ankerzentren gebraucht, um die Personalien festzustellen, jetzt ist das reiner Aktionismus, der Geld kostet und nichts bringt", erklärte er. Schlecht gemachte Gesetze und Alleinherrscher-Gehabe hätten zu der großen Bürger-Unzufriedenheit geführt, die jetzt so problematisch eskaliere. "Alle Demokraten sind gefordert, diese Entwicklung wieder einzufangen", so Pittner. Deutlich kritisierte er den Einfluss der Wirtschaft auf politische Entscheidungen, ob bei Verbraucher-, Arbeitsmarkt- oder Steuergesetzgebung, "aber wo der Wahlkampfetat herkommt, da kommt auch die Politik her". Auch geißelte er Schaufenster-Politik: "Da bin ich mal gespannt, wie die Kavallerie ins Darknet reitet. Da sind die Probleme, da brauchen wir Polizei-Spezialisten", so der Amtsrichter.

Birgit Bayer will die FW-Fraktion im Bezirkstag stärken. Die FW seien es, die dort auf die Finanzen schauen, denn sowohl im Kultur- als auch im Sozialsektor könne der Bezirk nur stark sein, wenn die Finanzen stimmen. Sowohl als Finanzwirtin, als auch durch ihre Erfahrung in Kommunalpolitik und Caritas-Ehrenamt sieht sie sich bestens gerüstet. sw



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