Schlüsselfeld

Die Kinder gut unterbringen

Neben dem ehemaligen Gasthaus Windfelder in der Elsendorfer Ortsmitte soll eine neue Kita entstehen.
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Der Kindergartenbau in Elsendorf ist wirtschaftlich nicht mehr zu sanieren. Die Schlüsselfelder Stadträte stehen einem Neubau positiv gegenüber
Der Kindergartenbau in Elsendorf ist wirtschaftlich nicht mehr zu sanieren. Die Schlüsselfelder Stadträte stehen einem Neubau positiv gegenüber
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"Wir sollten in die Gänge kommen", kommentierte Stadtrat Hans Wagner (FW) die Kindergartensituation im Stadtgebiet. Genau diese Absicht verfolgte Bürgermeister Johannes Krapp (CSU) in der jüngsten Sitzung. Krapp stellte das Ratsgremium vor die Frage, welchen Weg die Stadt mit den Kindergärten in Schlüsselfeld und Elsendorf beschreiten solle.

Dabei hat die Stadt in der Schlüsselfelder Einrichtung nicht das Sagen: Denn der Kindergarten Sankt Johannes ist eine kirchliche Einrichtung und wird auch von der Kirche betrieben. Ebenso steht die mit einem eigenen Haus angegliederte Kinderkrippe in Betriebsträgerschaft der Kirche. Das Krippengebäude selbst gehört jedoch der Stadt.

Keine Dauerlösung

Als vor Kurzem der Platz im Kindergarten knapp wurde, haben die Stadtväter eine bereits früher praktizierte Lösung wieder reanimiert: Eine Kindergartengruppe zog in die nur wenige Meter entfernte Stadthalle um. Eine Lösung, die zwar schnell und unproblematisch gehandhabt werden konnte, die aber nicht von Dauer sein kann.

Bürgermeister Krapp forderte daher von den Räten einen Grundsatzbeschluss für "eine bauliche Lösung" ein. Um den Willen des Gremiums zu erkunden, stellte er drei Möglichkeiten vor: den benötigten Platz (für die in der Stadthalle untergebrachte Gruppe) als Anbau an den bestehenden Kindergarten "anzudocken". Eine zweite Möglichkeit wäre, einen Neubau ins Auge zu fassen. Als letzte, vermutlich wenig geliebte Lösung, bliebe die Umverteilung der Kinder innerhalb des Stadtgebiets.

Krapps Vorschläge wurden im Sitzungssaal lebhaft diskutiert. "Wenn wir Baugebiete erschließen, werden weitere Kinder dazukommen", sagte Hans Wagner. Über neue Baugebiete hatten die Räte im vorangegangenen Punkt entschieden.

Aus dem Gremium kam zudem der Vorschlag, auch an weitere Krippenplätze zu denken. Dafür gibt es nach den Worten des Bürgermeisters jedoch derzeit keinen Bedarf. Patricia Hanika (SPD) machte deutlich, dass eine Erweiterung heute "eine ganz andere Hausnummer" sei als noch vor Jahren. Für eine Gruppe müsse derzeit mit Kosten von 500 000 Euro gerechnet werden.

Die Kosten muss die Stadt auch beim Kindergarten in Elsendorf, die einzige Einrichtung innerhalb des Stadtgebiets in städtischer Trägerschaft, im Auge behalten. Der Kindergarten "Sonnenschein" sei unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht mehr zu sanieren, erklärte Bürgermeister Krapp.

Mehr als 40 Jahre hat der Bau bereits auf dem Buckel. Bürgermeister Johannes Krapp hat daher als Standort für einen Neubau das Anwesen Windfelder in der Elsendorfer Ortsmitte ins Auge gefasst. Das Anwesen des ehemaligen Gasthauses hat die Stadt in weiser Vorhersicht bereits vor einigen Jahren erworben.

Das eigentliche Gasthaus steht zwar unter Denkmalschutz und darf daher nicht angetastet werden. Anstelle der Scheune wäre jedoch ein Neubau für eine Regel- und eine Krippengruppe denkbar. Krapps Vorschlag fand im Gremium ungeteilte Zustimmung.

Erweiterungsbau

Jetzt geht es in erster Linie um die benötigten 25 Plätze in Schlüsselfeld. Um einen Weg zu finden, sollen Gespräche mit der Kirchenstiftung geführt werden. Sofern die Kirche zustimmt, könnte ein Erweiterungsbau am Schlüsselfelder Kindergarten in Angriff genommen werden.

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