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Die KAB lädt zum Senioren-Advent ein und vermittelt Wissenswertes über Bräuche

Mit besinnlichen Versen, Liedern und Geschichten holten die KAB-Senioren bei ihrer vorweihnachtlichen Feier im Pfarrzentrum St. Johannes in Kronach die Geheimnisse der Bräuche ans Licht und ließen sie...
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Mit besinnlichen Versen, Liedern und Geschichten holten die KAB-Senioren bei ihrer vorweihnachtlichen Feier im Pfarrzentrum St. Johannes in Kronach die Geheimnisse der Bräuche ans Licht und ließen sie wieder lebendig werden. Ihren Auftakt fand der Senioren-Advent traditionell mit einem Rorate-Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche.

Diakon Herbert Mayer sowie die KAB-Seniorenbeauftragten Carol Jakob, Helene Seidel und Dieter Holzknecht erläuterten dabei insbesondere auch den Brauch des Frauentragens - ein bei uns eher unbekannter Brauch, der sich im deutschsprachigen Raum in der Frömmigkeit der Barockzeit entwickelte: Eine Marienfigur oder ein Marienbild wanderte in der Adventszeit von Haus zu Haus, wurde auf einen kleinen Hausaltar gestellt und war Mittelpunkt einer kleinen Hausandacht in der Familie oder auch zusammen mit Bekannten oder Nachbarn. In diesem Brauch werden zwei Erinnerungen lebendig: Zum einen die Erinnerung an den Besuch Marias bei Elisabeth, der sie die gute Nachricht von der Menschwerdung Gottes überbringt. Zum anderen die Erinnerung an die Herbergssuche, die im Spätmittelalter als Teil der Volksfrömmigkeit entstanden ist.

Der Adventskranz wurde erstmals in Norddeutschland Ende des 19. Jahrhunderts populär. In katholischen Gegenden wurde er erst im 20. Jahrhundert - vor allem nach dem Ersten Weltkrieg - übernommen. Ursprünglich stammte der Brauch vom Gründer des Evangelischen Hilfswerks, Johann Hinrich Wichern (1808 bis 1881). Dieser zelebrierte im "Rauhen Haus" in Hamburg gemeinsam mit verwaisten Kindern Adventsandachten, bei denen jeden Tag eine zusätzliche Kerze in einem riesigen Holzkronleuchter angezündet wurde - bis an Heiligabend alle Kerzen in der Dunkelheit leuchteten. Thematisiert wurde auch der Weihnachtsbaum.

Seniorenbeauftragte Carol Jakob wünschte abschließend allen Anwesenden, dass Jesus bei ihnen an Weihnachten ankommen möge. Abschließend dankte sie allen Mitwirkenden. Musikalisch umrahmt wurde der Advents-Nachmittag von Silvia Wachter. Den Segen erteile Diözesanpräses Albert Müller. hs

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