Herzogenaurach

Die Jungstörche sind schon auf Nestsuche

Im frühen Morgenlicht bietet sich aufmerksamen Beobachtern in Herzogenaurach ein ungewöhnliches Schauspiel. Drei Störche haben sich auf dem Dach des Herzoge...
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Auf dem Dach des Herzogenauracher Schlosses sitzen derzeit oft drei Störche. Einer von ihnen braucht noch ein eigenes Nest. Foto: Welker
Auf dem Dach des Herzogenauracher Schlosses sitzen derzeit oft drei Störche. Einer von ihnen braucht noch ein eigenes Nest. Foto: Welker
Im frühen Morgenlicht bietet sich aufmerksamen Beobachtern in Herzogenaurach ein ungewöhnliches Schauspiel. Drei Störche haben sich auf dem Dach des Herzogenauracher Schlosses niedergelassen.
Dabei handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um die beiden Altstörche des vergangenen Jahres, die trotz des trockenen Sommers vier Junge aufgezogen haben, und einen Jungstorch der vergangenen Jahre. Im Herbst haben die Störche die Stadt verlassen, wobei vermutlich nur die Jungstörche mit weiteren Artgenossen den Weg nach Süden angetreten haben, nachdem sie sich im Aurachgrund oder Aischgrund gesammelt hatten, um sich für die weite Reise zu stärken.


Reise in den Süden erspart

Zwar waren auch die Altstörche aus dem Gesichtsfeld der Herzogenauracher verschwunden, aber sie blieben in der Region und stärkten sich nach den Anstrengungen der Aufzucht. Der immer häufiger ausbleibende Winter sorgt dafür, dass einige Störche die Anstrengungen des weiten Flugs nicht mehr auf sich nehmen und in der Heimat bleiben. Dadurch können sie frühzeitig, schon im Februar, ihr Nest wieder aufsuchen und in Besitz nehmen.
Durch die anwachsende Storchenpopulation der vergangenen Jahre gibt es genügend Jungstörche, die eine eigene Familie gründen wollen und sich nur zu gern ins "gemachte Nest" setzen würden. Diese jungen Wilden gilt es, frühzeitig in die Schranken zu weisen. Der Herzogenauracher Heimatforscher Luitpold Maier konnte in den 1930er-Jahren die Ankunft der Störche im Frühling beobachten und notierte dazu: "... bald kreisen sie in luftiger Höhe über der Stadt und liefern Flugkämpfe mit feindlichen Nachbarn."
Zurzeit können die beiden Altstörche noch ihr Nest behaupten. Viele Herzogenauracher hoffen, dass auch 2016 wieder das Storchengeklapper von den Nestern auf dem Schlossdach und auf der Beyschlagschen Apotheke durch die Stadt schallt. Vielleicht gesellt sich sogar ein weiteres Storchenpaar dazu und baut ein drittes Nest in der Stadt.
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