Kulmbach
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Die jüngste Jazzerin war erst elf Jahre alt

Im Saal der Kommunbräu wird regelmäßig gejazzt. Bei der jüngsten Session trat Klara Friedrich als Nachwuchsstar auf - und eroberte die Herzen der Zuhörer. L...
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Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Klara Friedrich ist schon zwei Mal bei der Jazzsession aufgetreten. Fotos: Sonny Adam
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Klara Friedrich ist schon zwei Mal bei der Jazzsession aufgetreten. Fotos: Sonny Adam
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Im Saal der Kommunbräu wird regelmäßig gejazzt. Bei der jüngsten Session trat Klara Friedrich als Nachwuchsstar auf - und eroberte die Herzen der Zuhörer.
Lampenfieber wegen eines Auftrittes bei einer Jazz-Session? Darüber kann Klara Friedrich nur müde schmunzeln. "Ich habe schon zwei Mal mitgemacht. Ich mag die Musik. Jazz ist toll", erklärt sie . Klara Friedrich liebt die Musik. "Ich mag auch modernere Sachen, aber Jazz ist toll. Das singt man in meinem Alter", erklärt sie naseweis und findet überhaupt nicht, dass sie für Jazz und öffentliche Auftritte noch zu jung ist. Schließlich ist Klara Friedrich schon in der sechsten Klasse.


Besonderes Timbre

Gemeinsam mit ihrem Vater hat sie verjazzte Versionen von Adeles "Rolling in the deep" und "Thunder" von Imagine Dragons einstudiert. "Fly me to the moon kann ich sowieso", sagt die 11-Jährige und lacht. Zum Beweis greift sie zum Mikro - und meistert ein Solo, das auch die skeptischsten Zuhörer überzeugt. Denn Klara singt nicht, als ob sie erst 11 Jahre alt wäre. Sie könnte mit einer erwachsenen Jazzerin locker mithalten. Sie ist selbstbewusst und kokett, in ihrer Stimme schwingt ein besonderes Timbre mit. "Nur blöd, dass morgen Schule ist und kein Feiertag. Sonst könnte ich mehr singen", sagt sie. Bei der jüngsten Jazz-Session begeisterte das Nachwuchstalent.
Doch Klara Friedrich war nicht der einzige Nachwuchsstar, der sich von seinen Eltern mit der Liebhaberei für Jazzsound anstecken hat lassen. Auch Gerd Kammerer, der selbst seit zwei Jahren Schlagzeug spielt, konnte seinen Sohn Jakob begeistern. Auch er trat bei der Session in der Kommune auf.
Der harte Kern der Kulmbacher Jazzszene allerdings besteht aus Thomas Schimmel und Karsten Friedrich. Gemeinsam mit Georg Hofmann (Bass), Oliver Poerner (Tenorsax), Georg Köstner (Saxofon) und Beka Gigauri (Piano) sorgten die Vollblut-Musiker auch dieses Mal wieder dafür, dass die Kommune jazzte.
"Wir treffen uns regelmäßig in der Kommunbräu", erklärte Karsten Friedrich das Konzept. Die Zuhörer können in lockerer Atmosphäre Musik vom Feinsten genießen. Der Erlös, den die Musiker bei solchen Sessions sammeln, kommt dem Förderverein der Musikschule Kulmbach zugute.
Die nächste Jazz-Session i der Kommunbräu findet übrigens noch vor Weihnachten statt: am 18. Dezember um 20 Uhr lebt der Glanz der alten Jazz-Zeiten wieder auf. Und bestimmt wird es bei dieser Gelegenheit auch ein bisschen weihnachtlich. Denn natürlich gibt es im Jazz auch wunderschöne Christmas Moods.
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