Münchberg
vortrag

Die jüdische Gemeinde in Kulmbach

Als Beitrag zum Holocaust-Gedenktag spricht Wolfgang Schoberth am Mittwoch, 30. Januar, um 20 Uhr im evangelischen Gemeindehaus (Richard-Wagner-Straße 26) in Münchberg über die jüdische Gemeinde Kulmb...
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Als Beitrag zum Holocaust-Gedenktag spricht Wolfgang Schoberth am Mittwoch, 30. Januar, um 20 Uhr im evangelischen Gemeindehaus (Richard-Wagner-Straße 26) in Münchberg über die jüdische Gemeinde Kulmbach. Bei der Machtübernahme der Nationalsozialisten lebten 15 jüdische Familien mit insgesamt 43 Personen in Kulmbach, 13 von ihnen kamen in Ghettos und Konzentrationslagern um.

Eine mittelalterliche jüdische Gemeinde bestand nur etwa 80 Jahre, spätestens Mitte des 15. Jahrhunderts wurde sie nach einer Serie von Pogromen aufgegeben. Die alte Synagoge an der Judengasse (Waaggasse) wurde 1553 ein Raub der Flammen und beim Wiederaufbau der Stadt durch das heutige Burggut ersetzt. Über vier Jahrhunderte lebten nur vereinzelt Juden in Kulmbach, die Wechselbädern von Anwerbung, Verfolgung und Vertreibung ausgesetzt waren.

1903 kommt es zur Neugründung einer Israelitischen Kultusgemeinde. Die Mitglieder nutzen als Betraum die Vereinszimmer von Gaststätten, für den Bau einer eigenen Synagoge reichen ihre Finanzmittel bei weitem nicht aus.

Das evangelische Bildungswerk des Dekanats Münchberg lädt zu der Vortragsveranstaltung ein. red

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