Hofstetten
hubertusmesse

Die Jäger sollen die Schöpfung bewahren

Bis auf den letzten Platz war die kleine St.-Anna-Kapelle in Hofstetten besetzt. Dorthin hatten die Jäger des Jagdverbandes der Kreisgruppe Hofheim zur Messe zu Ehren ihres Schutzpatrons Sankt Hubertu...
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Die Jagdhornbläser des Jagdverbandes der Kreisgruppe Hofheim gestalteten mit ihren Bläserstücken die beeindruckende Hubertusmesse in der St.-Anna-Kapelle in Hofstetten.  Foto: Gerold Snater
Die Jagdhornbläser des Jagdverbandes der Kreisgruppe Hofheim gestalteten mit ihren Bläserstücken die beeindruckende Hubertusmesse in der St.-Anna-Kapelle in Hofstetten. Foto: Gerold Snater

Bis auf den letzten Platz war die kleine St.-Anna-Kapelle in Hofstetten besetzt. Dorthin hatten die Jäger des Jagdverbandes der Kreisgruppe Hofheim zur Messe zu Ehren ihres Schutzpatrons Sankt Hubertus eingeladen. Ausgestaltet wurde die Messe mit den Bläserstücken durch die Jagdhornbläser Haßberge. Die Lithurgie des ökumenischen Gottesdienstes lag in den Händen von Prädikant Alfred Austel aus Königsberg.

Austel, selbst auch Jäger, ging in seiner Ansprache zunächst auf das besondere Leben und Wirken von Sankt Hubertus ein und dann auf die Besonderheiten und das Wirken und Hegen des Jägerstandes und ihren bewussten Umgang mit den Tieren und der Natur. Er stellte die Frage, was aus der von Gott geschaffenen wunderbaren Schöpfung geworden ist, in der die Jäger in der Spannung zwischen der Schöpfung und der stark veränderten Umwelt, in der vom Menschen das Gleichgewicht der Natur immer mehr gestört wird, leben und agieren müssen.

Blick in die Zukunft

Auf diesen Zwiespalt ging ebenfalls der Vorsitzende der Kreisgruppe, Elmar Brückner, bei seiner Ansprache in der ehemaligen Hofstettener Schule ein. Mit Blick auf die Zukunft fand er kritische Worte: "Wer realistisch und auch selbstkritisch ist, mit beiden Beinen im Leben steht, wird feststellen und auch zugeben müssen, dass es mit dem Image der Jagd und vor allem der Jäger nicht zum Besten steht. Es liegt vor allem an uns, das uns angedichtete Image aufzubessern. Was andere im Namen der Jagd tun und wie die Jagd dadurch in der Öffentlichkeit und den Medien dargestellt und gesehen wird, trägt sehr wohl zum derzeitigen Erscheinungsbild bei."

Trotzdem zeigte sich Brückner überzeugt, dass die Jagd eine Zukunft habe, aber nur, wenn sich der Jäger öffne und ändere. Denn: "Kein Naturgut kann über ein anderes gestellt werden. Der Mensch trägt die Verantwortung, dass das so bleibt. Er ist verantwortlich für seine Mitgeschöpfe und sollte sich heute mehr denn je aktiv für sie und ihre Bedürfnisse einsetzen."

Abschließend stellte Brückner fest: "Unsere Wildtiere sind ein Teil der Schöpfung und nehmen einen wichtigen Platz im Ökosystem ein. Wald, Feld und Wild bilden eine ökologische Einheit und sind nicht voneinander zu trennen. Eine waidgerechte und tierschutzgerechte Jagd ist unentbehrlich und darf nicht wirtschaftlichen oder ideologischen Vorstellungen geopfert werden. Es funktioniert auch ein Wald mit Tieren." Seine Waidkollegen forderte er auf: "Nehmen Sie die jungen Jäger mit ins Revier, leben Sie die Ihnen wichtigen Werte und Traditionen vor. Verschließen Sie sich jedoch nicht dem notwendigen Wandel und Vorschriften. Jagd ist ein Kulturgut und sollte erhalten bleiben", sagte er.

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