Pressig

Die Jäger feiern ihren Schutzpatron

In Pressig findet am kommenden Samstag die Hubertusmesse statt. Anschließend trifft man sich im Pfarrheim zur Hubertusfeier.
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Hegeleiter Reinhold Heinlein (rechts) und sein Stellvertreter Alexander Kelle legen letzte Hand an um das Symbol für die Legende des heiligen Hubertus das goldene Kreuz und das Hirschgeweih für die Hubertusmesse aufzupolieren.  Foto: K.- H. Hofmann
Hegeleiter Reinhold Heinlein (rechts) und sein Stellvertreter Alexander Kelle legen letzte Hand an um das Symbol für die Legende des heiligen Hubertus das goldene Kreuz und das Hirschgeweih für die Hubertusmesse aufzupolieren. Foto: K.- H. Hofmann

Karl-Heinz Hofmann Pressig —  Jäger feiern am Hubertustag ihren Schutzpatron, den heiligen Hubertus. Bei jeder Hubertusmesse mit anschließender Hubertusfeier staunen die Besucher über die kreative und anschauliche Ausschmückung des Altars im Gotteshaus und des Festsaales für die Feier. Seit geraumer Zeit laufen wieder die Vorbereitungen für die Hubertusmesse, die am Samstag, 9. November, um 17.30 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche in Pressig stattfinden wird.

Wir haben uns mit den beiden hauptverantwortlichen Hegeleitern Reinhold Heinlein und dessen Stellvertreter Alexander Kelle unterhalten und ihnen bei ihren Organisations- und Vorbereitungsarbeiten über die Schultern geschaut.

Grundsätzlich ist der Hubertustag eine Veranstaltung des Jagdschutz- und Jägerverbandes Kronach, Kreisgruppe im Bayerischen Jagdverband (BJV). Die Organisation und Vorbereitung liegt aber immer in Händen der jeweiligen zuständigen Hegeleiter. Es gibt sechs Hegegemeinschaften im Landkreis Kronach. Diesmal ist die HG VI mit der Organisation an der Reihe. Zu der HG VI zählen 14 Reviere die von Langenau im Norden bis nach Neukenroth im Süden und von Welitsch/Friedersdorf im Westen bis nach Teuschnitz/Rappoltengrün im Osten reichen. Wie die beiden HG-Leiter betonen, sind die Hubertusmesse und die anschließende Feier für Jäger ein ganz besonderer Tag. Die Jäger feiern den Gedenktag an den heiligen Hubertus (3. November) immer am darauf folgenden Wochenende.

Was bedeutet der Hubertustag für die rund 500 Jägerinnen und Jäger in der Kreisgruppe Kronach? Die beiden seit Jahrzehnten passionierten und überaus engagierten Jäger Reinhold Heinlein und Alexander Kelle verweisen auf die Geschichte des heiligen Hubertus. Er war der Legende nach ein wilder zügelloser Jäger, bis ihm eines Tages ein Hirsch erschien, der zwischen den Stangen seines Geweihs das Zeichen des Kreuzes trug. Durch diese Begegnung erkannte Hubertus, dass auch das Wild Gottes Schöpfung ist und er entsagte fortan der Jagd.

Auf dieser Begegnung mit dem kreuztragenden Hirsch gründet sich die Forderung an die Jäger, die Jagd nie wild und zügellos, sondern immer waidgerecht auszuüben: "Denn das ist des Jägers Ehrenschild, dass er beschützt und hegt sein Wild, waidmännisch jagt wie sich's gehört. Den Schöpfer im Geschöpfe ehrt!"

Die Hubertusmesse wird in besonderer Weise im Gotteshaus gefeiert, wo im Altarraum ein goldenes Kreuz mit einem Hirschgeweih als Symbol für die Legende des Schutzpatrons der Jäger steht. Als Ständer für diese symbolische Darstellung dient ein von Josef Beyer aus Größau geschnitzter Kirchbaumstamm. Den Festgottesdienst wird Pfarrvikar Pater Helmut Haagen OMI zelebrieren und auch die Predigt halten. Besondere Umrahmung gibt es durch das Bläsercorps der Jagdhornbläser der Kreisgruppe Kronach unter musikalischer Leitung von Klaus Rohleder.

Seit einiger Zeit wird die "Grande Messe Saint Hubertus" von den Jagdhornbläsern einstudiert und es finden sogar Proben in der Herz-Jesu Kirche statt, um die Akustik mit den wunderbaren Jagdsignalen der Parforce- und Fürst-Pless-Hörner abzustimmen. Der "Dom des Frankenwaldes", wie die Herz-Jesu-Kirche gern genannt wird, bietet eine hervorragende Kulisse und Akustik für die Jagdhörner.

Zum Hubertustag gehört aber auch traditionell die anschließende Feier, die im Pfarrheim stattfinden wird. Der Hubertustag soll auch ein Fest der Freude für die Jäger sein. Schon seit Monaten sammeln die beiden Hegeleiter Preise für eine reichhaltig ausgestattete Tombola. Großer Dank gilt den vielen Spendern, heimischen Firmen und Geschäften sowie den Revierinhabern in der HG, die mit Wildbret, Wildwürsten und Wildgutscheinen die Tombola bereichern. Für die Ausgestaltung des Gotteshauses wie des Pfarrheims wurde Bäumchen und Grünzeug wie auch Herbstlaub aus dem Wald geholt.

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