Haßfurt

Die Haßfurter CSU sieht sich trotz der Wahlniederlage als stärkste Kraft

Haßfurt — Die Kommunalwahlen, die Stadt- und die Kreispolitik standen im Blickfeld der Jahresversammlung des CSU-Ortsverbandes Haßfurt im Gasthaus "Zum Hirschen". 50 Mitglieder nah...
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Die CSU Haßfurt ehrte langjährige Mitglieder. Unser Bild zeigt die Ausgezeichneten mit den führenden Vertretern der Partei, von links: Klaus Will, Michael Schlegelmilch, Arthur Strätz, Wolfgang Hömer, Wilhelm Schneider, Ulrike Schellenberger und Heribert Derleth.  Foto: privat
Die CSU Haßfurt ehrte langjährige Mitglieder. Unser Bild zeigt die Ausgezeichneten mit den führenden Vertretern der Partei, von links: Klaus Will, Michael Schlegelmilch, Arthur Strätz, Wolfgang Hömer, Wilhelm Schneider, Ulrike Schellenberger und Heribert Derleth. Foto: privat
Haßfurt — Die Kommunalwahlen, die Stadt- und die Kreispolitik standen im Blickfeld der Jahresversammlung des CSU-Ortsverbandes Haßfurt im Gasthaus "Zum Hirschen". 50 Mitglieder nahmen teil, wie aus einem Bericht der Partei hervorgeht.
Der Ortsvorsitzende Wolfgang Hömer ging auf die Kommunalwahlen ein, die für die Haßfurter CSU nicht das erhoffte Ergebnis gebracht hätten; insbesondere die Niederlage bei der Bürgermeisterwahl sei für den Ortsverband ein herber Rückschlag gewesen, sagte er. Der CSU-Kandidat Georg Hiernickel verlor in der Stichwahl deutlich gegen den Bewerber der Wählergemeinschaft Haßfurt, Günther Werner, der jetzt Bürgermeister der Kreisstadt ist.
Dabei habe die CSU zweifelsohne einen guten und engagierten Wahlkampf mit nahezu 60 Einzelveranstaltungen geführt und alle Stadtteile mehrfach besucht, erinnerte Hömer. Er äußerte sich jedoch zuversichtlich darüber, dass die CSU bis zu den Kommunalwahlen 2020 auch auf örtlicher Ebene wieder zu alter Stärke zurückfinden werde.
Der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion, Norbert Geier, ergänzte mit Blick auf die Wahlen, dass deren Ergebnis dem Aufwand und den Fähigkeiten der CSU-Kandidaten nicht gerecht geworden sei. So seien bei der Union Kandidaten mit mehr als 1900 Stimmen nicht in den Stadtrat eingezogen, während anderen Parteien bereits gut 1000 Stimmen gereicht hätten. Zur Bürgermeisterwahl stellte Geier fest, dass die CSU mit nur 34,55 Prozent in der Stichwahl das Wahlziel klar verfehlt habe. Dennoch sei die CSU weiterhin die führende Kraft im Haßfurter Stadtrat, zumal sie dort eine Fraktionsgemeinschaft mit den Vertretern der Jungen Liste eingegangen sei.

Die Landkreis-Schwerpunkte

   Haßberge-Landrat Wilhelm Schneider (CSU) ging auf die aktuellen Landkreis-Themen und insbesondere auf das Bauprogramm des Kreises ein, für das in den nächsten Jahren alleine im Hochbau mehr als 60 Millionen Euro investiert würden. Allerdings, so Schneider, kämen für die Gegenfinanzierung nur höhere Schulden oder eine maßvolle Anhebung der Kreisumlage in Betracht. Weitere Themen waren die zunehmende Zahl der Asylbewerber, der Anschluss des öffentlichen Personennahverkehrs an die benachbarten Verkehrsverbünde, das neue Tierheim und das schnelle Internet, bei dem der Landkreis ein Vorreiterrolle einnehmen wolle.
Ausführlich ging der Landrat auf die sich wieder verschlechternde wirtschaftliche Situation bei den Haßberg-Kliniken ein, die in den Jahren 2013 und 2014 deutlich rote Zahlen schrieben. Schneider brachte deutlich seine Zustimmung zur Energiewende und zum Bürgerwindpark Sailershäuser Wald zum Ausdruck.
Zwischen den einzelnen Redebeiträgen nahmen Landrat Wilhelm Schneider, Zweiter Bürgermeister Michael Schlegelmilch sowie der Ortsvorsitzenden Wolfgang Hömer die Ehrung langjähriger Parteimitglieder vor. Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft wurden Ulrike Schellenberger, Heribert Derleth, Rainer Gebhard, Uwe Saggau und Klaus Will geehrt. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden Franz Jakob, Helmut Mildner, Athur Strätz und Horst Voll gewürdigt. Sie wurden zudem mit der goldenen Ehrennadel der CSU ausgezeichnet. red




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