Haßfurt
kreisversammlung

Die Haßberge-Grünen sehen sich im Aufwind und wollen stärker mitreden

Zuwächse in Prozenten und an Mitgliedern: Die Grünen wachsen - und das auch im Kreis Haßberge. Nach dem Rekordergebnis bei der bayerischen Landtagswahl mit 17,5 Prozent gingen die Haßberge-Grünen selb...
Artikel drucken Artikel einbetten

Zuwächse in Prozenten und an Mitgliedern: Die Grünen wachsen - und das auch im Kreis Haßberge. Nach dem Rekordergebnis bei der bayerischen Landtagswahl mit 17,5 Prozent gingen die Haßberge-Grünen selbstbewusst in ihre Jahresversammlung in Haßfurt, um den neuen Vorstand zu wählen, wie aus einer Mitteilung der Partei hervorgeht.

Gleich drei Neumitglieder sind künftig in dem sechsköpfigen Gremium vertreten, das den Kreisverband in den nächsten zwei Jahren führen wird, darunter mit Christoph Appel aus Obertheres ein neues Vorstandsmitglied, das erst während der Versammlung den Mitgliedsantrag bei Bündnis 90/Die Grünen unterschrieb. Ebenso wie die Pfarrerin Doris Otminghaus (Westheim).

Die neue Führungsriege der Haßberg-Grünen besteht aus Christoph Appel, Hans-Jürgen Traussneck (beide Obertheres), Jens Heyn (Knetzgau) sowie den bisherigen Vorstandsmitgliedern Claudia Dünninger (Goßmannsdorf), Harald Kuhn (Zeil) und Volker Popp (Sylbach).

Sigi Hagl, Landesvorsitzende der bayerischen Grünen, freute sich eingangs über den "Aufbruch und die positive Stimmung", die die Grünen auch im Landkreis Haßberge verspürten. Immerhin hatte die Mitgliederversammlung eine Rekordbeteiligung zu verzeichnen, so viele Mitglieder und Gäste hatten die Haßberge-Grünen schon lange nicht mehr um sich versammelt.

"Bei der Landtagswahl haben wir unser Ergebnis mehr als verdoppelt", freute sich Sigi Hagl, dass auch die Grünen im Landkreis Haßberge und Stimmkreis Haßberge/Rhön-Haßberge ihr Ergebnis mehr als deutlich steigern konnten. Durch die enormen Zuwächse an Prozenten und Mitgliedern hätten die Grünen künftig mehr Möglichkeiten, auch wenn die "Grünen Themen" weiterhin aus der Opposition heraus gesetzt würden.

Hagl bescheinigte dem Koalitionsvertrag der bayerischen Regierung zwar "grüne Überschriften, aber schwarze Inhalte". Die Grünen im bayerischen Landtag würden als größte Oppositionspartei aber genau darauf achten, dass beispielsweise die "großmundigen Ankündigungen in Sachen Flächenfraß" auch umgesetzt würden.

Manuela Rottmann, grüne Bundestagsabgeordnete aus Hammelburg, berichtete vom Stillstand im Deutschen Bundestag, weil die Regierungsparteien nach wie vor mit sich selbst beschäftigt seien, worunter die Arbeit im Parlament deutlich leide. "Das nervt", so die Juristin, "weil die Themen, die die Menschen beschäftigen, nicht behandelt werden."

Die Kreispolitik werde derzeit in erster Linie von den Themen Haßberg-Kliniken, Wertstoffhof/Gelbe Tonne und Flugplatz Haßfurt bestimmt, sagte Rita Stäblein, Fraktionssprecherin der Grünen im Kreistag.

Matthias Lewin, der bei der anschließenden Wahl der Kreisvorstandschaft ebenso wie Katrin Müller nicht mehr antrat, ließ die vergangenen Jahre Revue passieren. Ob der Verzicht auf die Plakatierung Stimmen gebracht oder gekostet habe, "werden wir nicht erfahren", so der Knetzgauer. Aus der Bevölkerung heraus seien jedoch überwiegend positive Rückmeldungen gekommen. Andere grüne Kreisverbände hätten großes Interesse signalisiert, das "Grüne Wahlkampfkonzept" aus dem Kreis Haßberge näher kennenzulernen, wie er sagte. ft

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren