Trebgast

Die Gestaltung der Ortsmitte hat Vorrang

Der Trebgaster Gemeinderat hat erste Pläne für die Gestaltung und Nutzung der Bahnhofstraße und des Steinhauerplatzes diskutiert.
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Die Bahnhofstraße mit dem ehemaligen Raiffeisengebäude (rechts) soll neu gestaltet und aufgewertet werden. Foto: Dieter Hübner
Die Bahnhofstraße mit dem ehemaligen Raiffeisengebäude (rechts) soll neu gestaltet und aufgewertet werden. Foto: Dieter Hübner

Der Gemeinderat Trebgast bleibt am Thema " Gestaltung der Ortsmitte vom Bahnhof bis zum Steinhauerplatz" dran. In der Juni-Sitzung stellte das Städteplanungsbüro Quaas nach einer Bestandsanalyse eine grobe Planung mit ersten Anregungen und Möglichkeiten vor. Gleichzeitig wurde den Räten als Hausaufgabe ein Katalog mit Alternativen und offenen Fragen an die Hand gegeben, der am Montag beraten wurde.

Im ehemaligen Raiffeisengebäude in der Bahnhofstraße sind bereits die Awo-Begegnungsstätte und ein Jugendraum untergebracht. Auf den Erhalt eines daran anschließenden Lagerraumes und eines Garagenschuppens könne man verzichten, war die einhellige Meinung zu einem Rückbau dieser Gebäudeteile ohne einen Ersatzneubau. Der Keller sollte erhalten bleiben. Dort befinden sich derzeit die Räume der "Antenne Trebgast" und die Utensilien der "Strohberta".

Parken ja, Skaten nein, war der Tenor zur Nutzung der Außenfläche zum Trebgast-Bach hin. Der Bereich des Trafohäuschens soll eventuell mit einer Sitzgruppe aufgewertet werden. Auch Abstellmöglichkeiten und eine E-Ladestation für Fahrräder sind hier denkbar.

Der "Teilbereich Mitte" neben der VR-Bank wird als ein guter Standort für eine Info- und Plakatwand angesehen, um auf Wanderwege oder Veranstaltungen der Naturbühne hinzuweisen. Geprüft wird die Möglichkeit, die restliche freie Fläche des Bahnhofsvorplatzes mit in die Städtebauförderung aufzunehmen, um eventuell noch einige Parkplätze zu gewinnen.

Das Hauptaugenmerk liegt auf einer sinnvollen Gliederung und Nutzung des Steinhauerplatzes. Von einem Zukauf von Teilflächen der Bahn will Bürgermeister Werner Diersch (SPD/WG) absehen, um die Abstandsfläche zum Bahnkörper freizuhalten, sollte doch irgendwann die Elektrifizierung der Strecke von Bayreuth nach Neuenmarkt kommen.

Über eine Neuordnung der privaten Grundstücke werden die Anlieger von der Verwaltung angeschrieben. 30 Stellplätze für Pkw und ein Busstellplatz sind zwingend vorgesehen.

Etwas mehr Zeit erforderte die Bedarfsfrage, ob, und wenn ja, wie viel Fläche für ein Festzelt und die dazu notwendige Infrastruktur (WC, Wasser, Abwasser) berücksichtigt werden sollte. Herwig Neumann (CSU/NWG) schwebt statt Zeltplatz ein fester Unterstand in Form eines Carports vor ("zum Auf- und Abbau braucht man immer Leute"). Für ein Zelt spreche, dass die Fläche sonst immer frei bleibt, war die Ansicht des Bürgermeisters. Man einigte sich erstmals auf die Größe von sechs auf zwölf Meter, weil dafür kein Zeltmeister notwendig ist. Büsche als Abgrenzung zur Bahnlinie, einen mobilen Hotspot, eine E-Ladestation und ein Platz zum Aufstellen des Maibaums wurden als weitere Anregungen aufgenommen. "Wenn wir 80 Prozent aller Ideen und Wünsche hinbekommen, sind wir ein gutes Stück weiter", so der Bürgermeister. "Wichtig ist, dass wir versuchen müssen, alles so zu gliedern, damit wir bei aller Planung auch ein Stück weit flexibel bleiben."

Awo hat Betrieb aufgenommen

Das Erdgeschoss des ehemaligen Bahnhofsgebäudes wurde am 28. Juni an die Awo übergeben. Der Kreisverband Kulmbach hat am 8. Juli den Betrieb einer Senioren-Tagespflegestätte aufgenommen. Die Arbeiten im Ober- und Dachgeschoss, wo sechs kleinere Wohnungen eingerichtet wurden, sind bis auf kleine Ergänzungen abgeschlossen. Die Küchen werden am 22. Juli eingebaut, so dass die Awo ab 1. August mit der Vermietung der Wohnungen beginnt.

Emil Lauterbach (CSU/NWG) erinnerte an das Thema "Straßenunterhalt": "Wir haben sämtliche Maschinen und Geräte, aber Löcher flicken wir keine." Zusätzlich monierte er den schlechten Zustand der Stellflächen links und rechts der Kreisstraße in Höhe der Brauerei. Er plädierte hier für eine wassergebundene Decke.

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