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Forchheim
Wahlergebnisse

Die Gemeinden wählen überraschend unterschiedlich

Bei der Bezirkstagswahl ist der CSU-Kandidat Ulrich Schürr der glasklare Gewinner. Er holte im Landkreis deutlich die Mehrheit der Stimmen. Dann folgt Manfred Hümmer (FW) und knapp dahinter Andrej Nov...
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Am Sonntag wurde auch der Bezirkstag gewählt. Foto: privat
Am Sonntag wurde auch der Bezirkstag gewählt. Foto: privat

Bei der Bezirkstagswahl ist der CSU-Kandidat Ulrich Schürr der glasklare Gewinner. Er holte im Landkreis deutlich die Mehrheit der Stimmen. Dann folgt Manfred Hümmer (FW) und knapp dahinter Andrej Novak (Grünen). Schaut man sich die Zahlen in den Gemeinden allerdings genauer an, erkennt man überraschende Abweichungen.

Kirschstein stark in Forchheim

So profitierte Kirschstein in der Stadt Forchheim offensichtlich von seiner Bekanntheit als Oberbürgermeister. Der SPD-Kandidat holte in der Großen Kreisstadt 21 Prozent, gut 8 Prozentpunkte mehr als im gesamten Stimmkreis. Auch in der Nachbargemeinde Hausen liegt er auf Platz zwei.

Ebermannstadt wählt deutlicher

Ganz im krassen Gegensatz zur zweitgrößten Stadt im Landkreis, denn Ebermannstadt überrascht in vielerlei Hinsicht. Dort stimmte gar jeder zweite Wähler (51 Prozent) für den CSU-Kandidaten Schürr. Die Freien Wähler um Manfred Hümmer holen dort knapp halb so viele Stimmen (24 Prozent). Krasse Verlierer in Ebermannstadt sind hingegen die Grünen und die Sozialdemokraten. Beide Parteien kamen dort nur jeweils auf mickrige 6 Prozent und liegen sogar hinter der AfD (9).

Beachtliche Erfolge der Grünen

Dafür fuhren die Grünen mit ihrem Bezirkstags-Direktkandidaten Andrej Novak in anderen Gemeinden beachtliche Ergebnisse ein. In Dormitz, Hetzles, Igensdorf, Kleinsendelbach, Langensendelbach, Neunkirchen, Poxdorf und Weißenohe wurden sie sogar zweitstärkste Kraft, jeweils vor den Freien Wählern.

Die Alternative für Deutschland kommt im Stimmkreis auf rund 10 Prozent. Stärker war ihr Kandidat Thomas Timme in Obertrubach, Egloffstein, Gößweinstein, Hallerndorf, Hiltpolststein, Kunreuth, Pretzfeld und vor allem Weilersbach (16 Prozent).

FDP spielte keine Rolle

Die FDP und ihr Kandidat Christian Weber spielten bei der Wahl um den Bezirkstag faktisch keine Rolle, nur in Kirchehrenbach und Wiesenthau kamen sie über fünf Prozent und tauchten überhaupt in den Balkendiagrammen des Landratsamts auf. Viele liberale Stimmen wurden stattdessen den "Sonstigen" zugerechnet - so vielen die Prozente bei allen anderen kleineren Parteien mit über 10 Prozent auffällig hoch aus.

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