Rauhenebrach
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Die "Fünf-Sterne" wollen von überregionalen Wegenetzen profitieren

Die Fördergemeinschaft Nördlicher Steigerwald (kurz FGNS) - das ist der Zusammenschluss der Kommunen, Gastgeber sowie Gastwirte der "Fünf-Sterne"-Gemeinden (Rauhenebrach, Oberaurach, Eltmann, Knetzgau...
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Matthias Bäuerlein
Matthias Bäuerlein

Die Fördergemeinschaft Nördlicher Steigerwald (kurz FGNS) - das ist der Zusammenschluss der Kommunen, Gastgeber sowie Gastwirte der "Fünf-Sterne"-Gemeinden (Rauhenebrach, Oberaurach, Eltmann, Knetzgau und Sand) - hat in den vergangenen Jahren daran gearbeitet, das gemeinsame Auftreten zu verbessern. Sie hat Qualitätsinitiativen gestartet, Werbeauftritte organisiert und als Netzwerk-Plattform gedient. Bei der Jahresversammlung in Sand wurde allerdings die Frage aufgeworfen, ob nicht mittlerweile die Tourismusverbände und ILE-Organisationen viele dieser Aufgaben auch leisten (ILE steht für integrierte ländliche Entwicklung und bedeutet Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg).

Rauhenebrachs Bürgermeister Matthias Bäuerlein, der als Vorsitzender der FGNS einstimmig wiedergewählt wurde, wies darauf hin, dass zwar viele Initiativen und Fördermöglichkeiten heute von den Tourismusverbänden oder auch dem ILE-Management ausgingen, als Informationsplattform sei die FGNS aber dennoch ein wichtiges Instrument. Hier kommen nach seinen Worten Kommunalpolitiker und Gastwirte zusammen, um ihre Anliegen zu besprechen. Und sie lernten auch voneinander.

Vorsitzender Matthias Bäuerlein blickte auf die vergangenen zwei Jahre, in denen der nachgefragte Freizeitführer erstellt wurde. Viel Energie und Planungsaufwand floss in die Neufassung des Wanderwegekonzepts, das die Beschilderungsform aus dem Kreis Schweinfurt aufnehmen soll. "Wir sind hier ein Pilotprojekt; unser Ziel ist es, dieses Beschilderungskonzept in die Fläche und auch in den Naturpark Haßberge zu bringen", so Matthias Bäuerlein. Dem wandernden Urlauber sei es nämlich gleichgültig, ob er noch im Steigerwald oder schon im Maintal oder den Haßbergen sei, er wolle schöne Touren gehen. Die "Fünf-Sterne"-Gemeinden haben sich laut Bäuerlein entschlossen, das neue Konzept umzusetzen, und 50 Prozent Zuschuss gibt es dazu vom Naturpark Steigerwald.

Eine großartige Bereicherung des Angebots seien auch die Trekkingplätze, die seit dem vergangenen Jahr buchbar und sehr stark nachgefragt seien.

Susanne Volkheimer vom Verband Landkreis-Tourismus berichtete von weiteren Fortschritten der Qualitätsoffensive, zu der sie auch das neue Wanderwegekonzept zählt. So gab es einige Schulungen zum Thema Online-Buchbarkeit. "Ohne das geht es eigentlich gar nicht mehr", erklärte dazu Schatzmeisterin Margret Cramer, die bis vor zwei Jahren ein Hotel in Eltmann führte. Auch Armin Oppelt ist mit seiner Familienpension in Theinheim über die gängigen Portale wie "booking.com" zu finden. "Und man glaubt es nicht, wie viele Buchungen darüber laufen", erzählte er.

Nun kann jeder Anbieter auf solchen Plattformen präsent sein. Das Angebot des Landkreis-Tourismus' erleichtert das Ganze und gewährleistet, dass die Angebote auf den verschiedenen Portalen vernetzt sind, also Doppelbuchungen vermieden werden.

Susanne Volkheimer wies auf neue Förderprogamme für Privatvermieter und Kleinbetriebe hin. Das Gaststätten-Modernisierungsprogramm des Freistaates sei bereits an einem Tag ausgeschöpft gewesen; nun werde eine zweite Charge mit 40 Millionen Euro aufgelegt.

Wandern und radeln

Die aktuellen Themen des Landkreis-Tourismus', der den nördlichen Steigerwald mit umfasst, seien die Weiterentwicklung der Themenradwege, die Mountainbike-Touren und ein Relaunch des Keltenweges.

Die Zweite Vorsitzende der FGNS und ILE-Managerin Ulla Schmidt stellte das neue Radwegekonzept vor, das 44 Rundwanderwege anbietet sowie die Fernwanderwege und sieben Top-Wanderwege umfasst. Ihr Dank galt den Wanderwarten, die viel Engagement in dieses Konzept steckten, ebenso in den neuen Europäischen Kulturweg in Fatschenbrunn.

Sandra Baritsch informierte über die neue Struktur beim Naturpark Steigerwald und der Tourist-Information Steigerwald. Da die Finanzausstattung der Naturparke aufgestockt wurde, sei auch das Personal verstärkt worden und das Staatsministerium finanziere die Ranger, die vor allem Umweltpädagogik leisten sollen. Das neue Wanderwegekonzept begrüßte sie sehr, denn es sei erstrebenswert, dass der ganze Steigerwald einheitlich ausgeschildert ist, auch wenn er sich über drei Regierungsbezirke und sechs Landkreise erstreckt.

Bei der Neuwahl wurden die beiden Vorsitzenden Matthias Bäuerlein und Ulla Schmidt in ihren Ämtern bestätigt, ebenso die Schatzmeisterin Margret Cramer, die aber dringend um Ablösung bat. Als Beisitzer fungieren Oskar Ebert, Udo Rhein und Armin Oppelt. sw

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