Ebern
Begräbniswald

Die Freien Wähler binden Eberns Bevölkerung in die Diskussion ein

Jürgen Hennemann hält nichts von der Idee. Eberns Bürgermeister geht davon aus, dass sich die Diskussion um einen Waldfriedhof beruhigen wird, wenn sich in der Stadt das Angebot an Urnengräbern verbes...
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Jürgen Hennemann hält nichts von der Idee. Eberns Bürgermeister geht davon aus, dass sich die Diskussion um einen Waldfriedhof beruhigen wird, wenn sich in der Stadt das Angebot an Urnengräbern verbessert. Bei der Bauausschusssitzung am Mittwoch stellte Hennemann heraus, dass die Kommune auf den Friedhöfen "parkähnliche Anlagen mit Gestaltungsgeschichten" schaffen könne, die ein persönliches Erinnern möglich machten.
Er nimmt an, dass die meisten Bürger sich das Gedenken an ihre Toten oder nach ihrem eigenen Tod so vorstellen. Waldfriedhöfe dagegen seien komplett anonym, "höchstens mal ein Schildle" sei denkbar. Die Bevölkerung indessen bleibt dran. Der Arbeitskreis des Stadtrates, der sich das Thema Waldfriedhof im März auf seine Agenda geschrieben hat, kündigt für August eine erste Zusammenkunft an.
Dieser Arbeitskreis (AK) tritt an, um "richtungsoffen" die Machbarkeit zu prüfen, damit der Stadtrat schlussendlich entscheiden kann, ob so ein Projekt in Ebern realisiert werden soll oder nicht. Alle Fraktionen des Stadtrats sind aufgerufen, sich einzubringen. Die Arbeit geschieht allerdings nichtöffentlich, das heißt unter Ausschluss der Bürger.


Die Bevölkerung ist gefragt

Die Freien Wähler (FW) indessen wollen die Öffentlichkeit einbeziehen. Sie rufen im Vorfeld der AK-Sitzung Interessenten aus der Bevölkerung, aber auch die Mitglieder der anderen Stadtratsfraktionen zu einem runden Tisch zu diesem Thema zusammen. Diese Runde ist für Freitag, 20. Juli, um 18.30 Uhr in der "alten Schule" in Reutersbrunn angesetzt.
Anfang August, führt FW-Sprecher Thomas Limpert aus, jähre es sich, dass der Stadtrat selbst eine Exkursion zu verschiedenen Friedhöfen unternommen hat, um gemeinsam unterschiedliche Formen der Urnenbestattung anzusehen. Zwischenzeitlich habe sich einiges getan. Es kam zur Gründung einer Bürgerinitiative, in der Zeitung erschienen etliche Berichte und Leserbriefe.
Die Freien Wähler wollen nun ihre eigenen Gedanken und Ansätze um Anregungen, Fragen und Ideen aus der Bevölkerung ergänzen. "Darin sehen wir die Chance zu vermeiden, dass wir vielleicht wichtige Aspekte vergessen und zu einseitig an die Sache rangehen", sagt Limpert. Bürger seien eingeladen, sich einzubringen, um einen möglichst umfangreichen strukturierten "Input" für diesen Arbeitskreis zu erlangen.
Limpert und Kollegen setzen auf gemeinsame Ideensammlung: "Stimmungmache und Polemik, sollte etwas aufkommen, werden wir unterbinden".


Anmeldung erbeten

Um die Veranstaltung (Bestuhlung, Verpflegung) organisieren zu können, bitten die Freien Wähler um Anmeldung bis Dienstag, 17. Juli, an Thomas Limpert per Telefon unter 0160-98136853 oder per E-Mail an info@freiewaehler-ebern.de. eki


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