Pottenstein

Die "Frankenbänd" jongliert in der Teufelshöhle mit der Kultur Frankens

"Eine Reise ins Glück, nach Schweinau und zurück", so lautete ein Refrain der legendären Nürnberger "Frankenbänd", die am Samstagabend einen Ausflug von der...
Artikel drucken Artikel einbetten
Die "Frankenbänd" aus Nürnberg bei ihrem Konzert in der Teufelshöhle Foto: Thomas Weichert
Die "Frankenbänd" aus Nürnberg bei ihrem Konzert in der Teufelshöhle Foto: Thomas Weichert
"Eine Reise ins Glück, nach Schweinau und zurück", so lautete ein Refrain der legendären Nürnberger "Frankenbänd", die am Samstagabend einen Ausflug von der Noris in die Teufelshöhle unternommen hatte und dort die etwa 40 Zuhörer mit ihren echt fränkischen Liedla erfreute.
Seit 37 Jahren macht die "Frankenbänd" fränkische Musik, die zum Glück nie zu einer engstirnigen Brauchtumspflege verkommt.


Viele Stile

Vom Kärwa-Liedla über den Dreher bis hin zu eigenen originellen fränkischen Texten war auch in Pottenstein alles dabei.
Die experimentierfreudigen echt fränkischen Musiker sind zwar schon etwas in die Jahre gekommen, jonglieren aber wie immer elegant mit den Musikstilen dieser Welt: "Denn der Blues is unser Kumpl und der Rock'n' Roll mei Freind, und der Bluegrass aus Kentucky mit der Volksmusik vereint": So lautet ein bekannter Spruch von Bandgründer Charly Fischer in feinstem Nämbercherisch. "Fränkisch ist eine weit entwickelte Sprache" stellt Fischer fest, als er kurz darauf den Nämbercher Zwiefachen im Zwei- und Dreivierteltakt ankündigt.


Fränkische Spezialitäten

Von Nürnberg aus machen die Musiker gern auch eine Musikreise ins Nürnberger Umland. Wie zum Beispiel nach Lauf an der Pegnitz, um dort das "Bimberla vo Laaf" aufleben zu lassen. Um das Jahr 1900 herum wurde dieser Gassenhauer beim Laufer Faschingsumzug erstmals gespielt.
Fehlen durfte in Pottenstein natürlich auch nicht der Song über die fränkischen Spezialitäten. "Brotwärscht mit Kraut", "Schäuferla" und "Rouladen mit Klöß" und "a Gackerla am Sonntochfrüh für's Wackerla". So schöpft die "Frankenbänd" auch in der Teufelshöhle aus einem schier unerschöpflichen Repertoire. Immer wieder brandet Applaus auf. Etwas mehr Zuhörer hätten die Musiker aus der Frankenmetropole in der Teufelshöhle aber schon verdient gehabt.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren