Großheirath
haushaltsplan

Die finanzielle Ausgangslage für das Jahr 2019 ist hervorragend

Die solide Haushaltsführung der Gemeinde Großheirath setzt sich fort, wie dem Rechenschaftsbericht und den Zahlen zum Haushalt 2019 von Kämmerer Marcus Rothämel zu entnehmen ist. Die Haushaltssatzung ...
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Die solide Haushaltsführung der Gemeinde Großheirath setzt sich fort, wie dem Rechenschaftsbericht und den Zahlen zum Haushalt 2019 von Kämmerer Marcus Rothämel zu entnehmen ist. Die Haushaltssatzung mit Haushalts- und Stellenplan wurde einstimmig vom Gemeinderat verabschiedet. Der Schuldenstand bleibt weiterhin auf null.

Das Gesamthaushaltsvolumen der Gemeinde Großheirath umfasst 10 521 055 Euro. Positiv entwickelt haben sich im Rechnungsjahr die Einnahmen aus Gewerbesteuer und Einkommensteuerbeteiligung. Beide Posten lagen deutlich über dem Haushaltsansatz. Der Haushalt für 2019 basiert auf einer positiven Ausgangslage. Erhebliche Rücklagen sind vorhanden, sie liegen bei 3 073 741 Euro, und es bestehen keinerlei Schulden. Die Steuereinnahmen sind gut. Somit können größere Investitionen fertiggestellt oder in Angriff genommen werden.

Schwerpunkte der Investitionen werden die Dorferneuerung in Rossach, die Sanierung der Schulstraße mit Kanal, die Sportplatzsanierung, die Erweiterung des Kindergartens und der Erwerb von Bauland sein. Das alles wird ohne Aufnahme von Krediten geschultert, die Gemeinde bedient sich ihrer Rücklagen. Auch für die Finanzplanungsjahre 2020 bis 2022 sind keine Kreditaufnahmen zu erwarten. Dennoch sollen die Breitbandversorgung im gesamten Gemeindegebiet und die Sanierung von Straßen vorangetrieben werden.

Natürlich plant die Gemeinde mit den Steuern ihrer Bürger, die Hebesätze für die Grundsteuer A und B mit jeweils 360 sind aber vergleichsweise niedrig. Der Gewerbesteuer-Hebesatz bleibt mit 380 unverändert. Die Steuerkraft der Gemeinde Großheirath beträgt in diesem Jahr 825,25 Euro. In den Personalausgaben 2019 kommt man für Beamte und Gemeinderat auf 305 120 Euro und für die Angestellten und Arbeiter auf 891 020 Euro.

Die Fraktionssprecher lobten übereinstimmend das Zahlenwerk des Kämmerers. Es könnten teure Maßnahmen gestemmt werden, dennoch dürfe nicht leichtfertig gewirtschaftet werden, die Folgekosten müsse die Gemeinde im Blick behalten, sagten die Redner. Auch für Unvorhergesehenes müsse man gewappnet sein.

Auch mit kleineren Zahlen, welche die Bürger direkt betreffen, beschäftigte sich das Gremium. So wurde die Verbrauchsgebühr für die Abwasserbeseitigung auf 1,75 Euro je Kubikmeter festgesetzt. Die Wasserversorgung wird 1,32 Euro je Kubikmeter kosten.

Ohne Ergebnis abgebrochen

Gemeinderat Johannes Höh berichtete von der Gestaltung des Vorplatzes am Alten Kindergarten. So soll das Gebäude in "GH (Gemeindehaus) Bachstraße" umbenannt werden. Ausgiebig diskutierten die Gemeinderäte über die Gestaltung der Rampe zum Haus und darüber, ob die Bäume stehen bleiben sollen. Bürgermeister Udo Siegel brach diese Debatte schließlich ergebnislos ab, es wurde keine Einigung erzielt.

Zum Ausbau der Schulstraße mit verkehrsberuhigenden Maßnahmen gab es ebenfalls eine Diskussion. Der Bürgermeister wurde gefragt, was sich aus seiner Nachfrage nach Zuschüssen bei der Regierung von Oberfranken ergeben habe. Seine enttäuschende Nachricht: nicht förderfähig sind Rüttelstreifen, Aufpflasterungen und Pflasterstreifen. Wähle man eine dieser Varianten, bestehe die Gefahr, dass der Zuwendungssatz gekürzt wird. Es ergäben sich Nachteile in Bezug auf Unterhalt und Lärmentwicklung. Förderfähig sei hingegen der Bau von Verkehrsinseln. Hierzu hat das Ingenieurbüro Koenig & Kühnel bereits einen Planentwurf erstellt, der ebenfalls im Gremium heiß diskutiert wurde.

Gemeinderat Frank Leistner hielt mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg. Bezüglich des Zuschussverfahrens meinte er, eine Rampe sei wesentlich billiger und erfülle den gleichen Zweck. "Um in Erfahrung zu bringen, wie viel Zuschuss es überhaupt geben könnte, braucht es eine ausgearbeitete Planung", klärte der Bürgermeister auf.

Linde wird gefällt

Udo Siegel gab bekannt, das die Linde auf dem Rossacher Friedhof aus Sicherheitsgründen gefällt werden müsse. Mehrere Baumexperten hätten den maroden Zustand des Baumes bestätigt. lbö

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