Forchheim

Die Fietz-Konzerte verzaubern

Musik verbindet Generationen, Sprachen, Konfessionen und Religionen. Das hat das Konzert im Jubiläumsjahr von Verklärung Christi deutlich gemacht. Die Musiker Siegfried Fietz und sein Sohn Oliver bezogen die Schüler ein.
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Die Musiker Siegfried Fietz und sein Sohn Oliver waren zum Jubiläum "60 Jahre Verklärung Christi" in die große Kirche in Forchheim-Nord gekommen.  Foto: privat
Die Musiker Siegfried Fietz und sein Sohn Oliver waren zum Jubiläum "60 Jahre Verklärung Christi" in die große Kirche in Forchheim-Nord gekommen. Foto: privat

Weit offen waren die Portale der Kirche Verklärung Christi, um ihre Gäste in drei Mitmachkonzerten zu empfangen. Die Musiker Siegfried Fietz (73) und sein Sohn Oliver grüßten mit einem Shalom, und Pfarrer Martin Emge hieß die bekannten Künstler im Jubiläumsjahr "60 Jahre Verklärung Christi" in Forchheim-Nord willkommen: "Hier sind zwei Menschen, die brennen für Gott und für die Welt."

Es ging für die etwa 140 Besucher um geistliche Lieder christlicher Prägung, was schon recht selten geworden ist: "In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst", das spürten die Gäste. Auch theologische Lieder zu Gnade, zu Niemöller und Bonhoeffer berührten die Zuhörer. Das bekannte Lied "Von guten Mächten wunderbar geborgen" bildete den Abschluss des ersten Konzertes.

Ein Höhepunkt war der Besuch der gesamten Pestalozzischule in der Kirche. Für die Schulleiterin Martina Eier steht fest: "Wir leben und lernen gemeinsam, wir leben Schulgemeinschaft." Dabei unterstützen die Großen immer wieder die Kleinen. So kann diese Förderschule in Forchheim-Nord den Schülern vermitteln: Ihr alle seid wichtig und werdet gebraucht - egal welches Elternhaus, welche Noten oder Religion ihr habt.

Die Musiklehrerin Susanne Meyer ter Vehn ergänzte: "Mit Musik kann man viel transportieren." Und da war es für alle wirklich beeindruckend, wie die Kinder unter der musikalischen Regie von Siegfried Fietz die ungewohnten Bänke verließen und sich hintereinander aufstellten.

"Raupe Ursula" in der Kirche

Selbstverständlich miteinander gingen fast 200 Kinder aus Pestalozzi- und Realschule zusammen als "Raupe Ursula" durch die große Kirche. Dann legte sich die Wunderraupe in Stille auf den Boden und verwandelte sich in viele bunte Schmetterlinge, die leicht wieder ihren Platz in der Kirche fanden. Die Polonaise sei das das Beste gewesen, meinte ein Schüler der fünften Klasse von Marlies Burghart aus der Georg-Hartmann-Realschule.

Zum Abschlusskonzert kamen etwa 110 Jugendliche aus der Pestalozzischule. Wieder stellten die beiden Künstler ihre musikalische Dialogfähigkeit unter Beweis und gingen auf die jugendlichen Gäste ein. Aus der sechsten Klasse von Anika Mayek sagte eine Schülerin, dass sich die Sänger so bemüht hätten, dass die Schüler mitmachen." Hörbar war, dass die Fünft- bis Siebtklässler lauter zu den Liedern klatschten als die Acht- und Neuntklässler. Doch bei allen verschwand die anfängliche Zurückhaltung mehr und mehr, bis einige ältere Jugendliche zum Schluss sich bei den Künstlern sogar ein Autogramm abholten. Musik verbindet Generationen, Sprachen, Konfessionen und Religionen. Das hat das Fietz-Konzert im Jubiläumsjahr von Verklärung Christi deutlich gemacht. red

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