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Münchaurach
münchaurach.inFranken.de  Der Münchauracher Gesangverein sucht Neuzugänge. Außer "Lust und Laune" ist nichts mitzubringen.

Die "Fidelia" braucht dringend Nachwuchs

Auf eine lange Tradition kann der 1873 gegründete Männergesangverein "Fidelia" Münchaurach blicken. Den Chorgesang auch weiter zu pflegen, ist dem in seinem Amt bestätigten Vorsitzenden Manfred Bock, ...
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Die neugewählte Vereinsführung der "Fidelia" mit Manfred Bock (3. v. l.) und Bürgermeister Klaus Schumann (2. v. r.) Foto: Richard Sänger
Die neugewählte Vereinsführung der "Fidelia" mit Manfred Bock (3. v. l.) und Bürgermeister Klaus Schumann (2. v. r.) Foto: Richard Sänger

Auf eine lange Tradition kann der 1873 gegründete Männergesangverein "Fidelia" Münchaurach blicken. Den Chorgesang auch weiter zu pflegen, ist dem in seinem Amt bestätigten Vorsitzenden Manfred Bock, seinen Vereinskameraden und dem Chorleiter Waldemar Welker ein wichtiges Anliegen. Bei der Jahresversammlung mit Neuwahlen im evangelischen Gemeindehaus in Münchaurach wies insbesondere der Chorleiter auf das Nachwuchsproblem hin. "Es wird immer schwieriger, überhaupt Leute für das gemeinschaftliche Singen zu gewinnen", bedauerte er.

Zur Versammlung hatte Bürgermeister Klaus Schumann (ÜWB), der auch die Neuwahlen zügig abwickelte, neben einer Liste mit Kandidaten auch Optimismus mitgebracht sowie die Zusage, dass die Gemeinde Aurachtal ihre Vereine nach Kräften unterstütze. Er berichtete, dass die Gemeinde das ehemalige "Gugel-Haus" erworben habe und es nach einem Umbau den Vereinen zur Verfügung stelle. Nach der Schließung des Vereinslokals "Deutscher Hof" fanden die Sänger im Gemeindehaus ein vorübergehendes Domizil.

Das Problem der Überalterung von Männerchören kennt Chorleiter Welker auch von befreundeten Chören, so auch beim Nürnberger "Shanty-Chor der Wasserschutzpolizei", den er ebenfalls leitet. "Nachwuchssorgen gehören bei vielen Chören dazu wie das Liedblatt oder der Dirigent", erklärte Welker. So dürfe bei Auftritten des Männergesangvereins "Fidelia" niemand ausfallen, denn die Besetzung einzelner Stimmen habe bereits eine kritische Grenze erreicht.

Gelungene Auftritte

Eine Lösung für dieses Dauerproblem sehen Vorsitzender und Dirigent darin, noch mal verstärkt Sänger zu werben. Was diese mitbringen müssen? "Lust und Laune", sagt Chorleiter Welker. Allein singen müssten sie auch nicht, weder bei der Aufnahme noch im Choralltag. Welker: "Beim Chorsingen geht es um die Gemeinschaft und für die Sänger ist es ein großes Erfolgserlebnis, wenn sie Lieder zusammen erarbeitet und auf der Bühne präsentiert haben."

Der Vorsitzende zeigte sich dankbar, dass sich die Männergesangvereine Münchaurach und Falkendorf bei Beerdigungen und am Volkstrauertag gegenseitig unterstützen.

Der Chorleiter hatte aber auch positive Worte mitgebracht. Bei den Auftritten in der Klosterkirche, beim Sommerfest und beim Gruppenkonzert der Aurach-Sängergruppe sowie beim Sportartikelhersteller Adidas habe der Chor gepunktet. "Es waren schöne und gute Konzerte auf einem guten Niveau", lobte der Chorleiter. Abschließend hatte der Chorleiter ein Zitat von Martin Luther dabei: "Die Musik ist eine Gabe und Geschenk Gottes, die den Teufel vertreibt und die Leute fröhlich macht." "Daran werden wir uns auch in Zukunft halten", erklärte der Chorleiter und ließ zum Ausklang ein Lied anstimmen.

In seinem Rückblick erinnerte Vorsitzender Bock an die Highlights des letzten Jahres, so an das Sommerkonzert, das witterungsbedingt kurzfristig in die Sporthalle verlegt werden musste. Auch die Konzerte in der Klosterkirche seien immer ein besonderes Erlebnis gewesen. Den Besuch des Kirchenburgmuseums Mönchsondheim bezeichnete Manfred Bock, nicht nur wegen des Weines bei der abendlichen Einkehr, als einen Höhepunkt, der bei den Teilnehmern auf große Begeisterung stieß.

Eigentlich sollten bei der Jahresversammlung auch Ehrungen durchgeführt werden, diese sollen jetzt aber erst beim Sommerfest erfolgen. "Die langjährigen Sänger und Mitglieder haben es verdient, dass sie vor einer größeren Kulisse geehrt werden", erklärte der Vorsitzende, der sich zudem verärgert zeigte, dass Hacker die "Fidelia"-Website lahmlegten. Die Mitglieder waren sich einig, die Homepage auch aus Kostengründen abzuschalten. Dafür sollen die wichtigsten Informationen des Vereins auf der Gemeinde-Homepage veröffentlich werden.

Gewählt wurden als Vorsitzender Manfred Bock, als Zweiter Vorsitzender Fritz Walther, als Kassier Hans Strattner, als Schriftführer Georg Gundel, als Beisitzer Heinrich Zink, Hans Wick, Christoph Ullmann und Jean Pierre Beaudet, als Kassenprüfer Andreas Dobler und Nikolaus Drechsel sowie als Vereinsdiener Fritz Strattner. Richard Sänger

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