Lautertal

Die Feuerwehr war in diesem Jahr das Hauptthema der Seelsorger

Das Jahr steuert auf sein Ende zu, es war wieder ein Jahr, in dem die Einsatzkräfte von Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Bayerischem Rotem Kreuz (BRK), Technischem Hilfswerk (THW) und von den Feuerwehre...
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Michael Reubel und Julia Hager gestalten im Gottesdienst eine lebendige Dialogpredigt.  Foto: Michael Stelzner
Michael Reubel und Julia Hager gestalten im Gottesdienst eine lebendige Dialogpredigt. Foto: Michael Stelzner

Das Jahr steuert auf sein Ende zu, es war wieder ein Jahr, in dem die Einsatzkräfte von Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Bayerischem Rotem Kreuz (BRK), Technischem Hilfswerk (THW) und von den Feuerwehren sowie der Polizei wieder zu teils dramatischen Einsätzen gerufen wurden. Opfern zu helfen, deren Angehörigen beizustehen, das alles kostet Kraft. Die Helfer müssen selbst die schlimmen Ereignisse verarbeiten. An diesem Umstand wird jährlich bei einem Gottesdienst für die Einsatzkräfte erinnert.

Seelsorger Michael Reubel rief beim Jahresgottesdienst in der Trinitatiskirche in Unterlauter die Psychosoziale Notfallversorgung der Rettungsorganisationen und Kirchen dazu auf, sich Zeit zu nehmen und neue Kraft für die weiteren Einsätze zu schöpfen. Motto des Gottesdienstes war auch: "Sich Zeit nehmen, Menschen Gutes tun".

Die Feuerwehr war in diesem Jahr das Hauptthema. Dies wurde auch bei der kurzweiligen Dialogpredigt, gestaltet wie ein Gespräch zwischen Michael Reubel und Julia Hager von der Feuerwehr Rödental, deutlich. Darin wurde auf die Notwendigkeit des stetigen Übens und auf die Einsätze eingegangen. Dies könne man nur im Team und mit der Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsorganisationen bewältigen. So werde die große Last auf verschiedene Schultern verteilt.

Führungskräfte tragen Last

Deutlich wurde auch, dass die Führungskräfte eine oft unsichtbare Last bei Einsätzen tragen müssen. Jede Organisation müsse sich fragen, wie man Lasten verteilen kann, stellten die beiden Redner fest. Sie bedankten sich bei der Bevölkerung und bei den Kommunen für die Unterstützungen bei Einsätzen und bei der Beschaffung von Ausrüstungsgegenständen.

Vor der Predigt verlas Pfarrerin Anne Braunschweig-Gorny den Bibeltext zur Predigt. Die Fürbitten wurden verlesen von Claudia Köster vom Kriseninterventionsteam, Matthias Schuhbäck (Polizei), Elisabeth Rucker (ASB) und Laurenz Rebhan (THW).

Der stellvertretende Landrat Christian Gunsenheimer sprach in seinem Grußwort über die Notrufnummern 110 und 112, die jeder kennt. "Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass Hilfe kommt. Hierfür stehen in den Hilfsorganisationen und bei der Feuerwehr sowie bei der Polizei Einsatzkräfte bereit, viele davon machen ihren Dienst ehrenamtlich." Auch die Einsatzkräfte müssten sich die Zeit nehmen, um die nicht immer leichten Einsätze zu verarbeiten, betonte Gunsenheimer.

Der Leiter der Polizeiinspektion Coburg, Ralf Neumüller, rief einige schwere Unfälle mit Todesfolge in Erinnerung. Neben der Betreuung der Angehörigen sei für ihm auch die Betreuung seiner Beamten und Praktikanten, die vor Ort waren, wichtig. Auch diese müssten dieses Ereignis erst einmal verarbeiten, was nicht immer leicht sei. Er verlas auch ein Dankesschreiben eines Angehörigen an die Polizei. "Die Kirchen sind ein guter Ort, um neue Kraft zu schöpfen und still zu werden", stellte Dekan Andreas Kleefeld in seinem Grußwort fest. Er lobte die gute Zusammenarbeit der Kirchen untereinander und mit den Hilfsorganisationen. Er stellte den Einsatzkräften die neue Führung der Notfallseelsorge mit Pfarrerin Anne Braunschweig-Gorny aus der Kirchengemeinde Weitramsdorf vor. Die Geistliche wird von Pfarrer Simon Meyer aus Elsa bei der Leitung der Notfallseelsorge in Coburg Stadt und Land unterstützt. mst

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