Neudrossenfeld

Die Feuerwehr probte beim Sommerfest im Kindergarten den Ernstfall

von unserem Mitarbeiter Horst Wunner Neudrossenfeld — Es war kein übliches Sommerfest, zwar mit allen Spielen und viel Spaß, aber auch mit einem ernsten Hintergrund. Der Löschzug N...
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Staunend verfolgten die Kids die Rettungsarbeiten.  Foto: Horst Wunner
Staunend verfolgten die Kids die Rettungsarbeiten. Foto: Horst Wunner
von unserem Mitarbeiter Horst Wunner

Neudrossenfeld — Es war kein übliches Sommerfest, zwar mit allen Spielen und viel Spaß, aber auch mit einem ernsten Hintergrund. Der Löschzug Neudrossenfeld mit zwei Trupps, einer für Brandbekämpfung und einer für Personenrettung, nahm im Kindergarten Haselbusch einen Ernstfall an und machte die Kleinen mit all den Gefahren für Leib und Seele bei einem Brand vertraut.

20 Aktive im Einsatz

Knapp 20 Aktive kamen zum Einsatz, vermisste Kinder mussten nach schneller Suche in Sicherheit gebracht werden, schwerer Atemschutz wurde eingesetzt, es gab Erste-Hilfe- Leistungen am laufenden Band.
Kommandant Markus Schirmer: "Für uns war der Einsatzort neu, wir verschafften uns erstmals einen wirklichen Einblick in der Kindertagesstätte." Sein Resümee fiel positiv aus: "Es hat alles prima geklappt."
Kindergartenleiterin Waltraud Koch meinte, dass eine solche Übung schon notwendig sei, weil der Nachwuchs mit der Realität und den Wehrleuten mit ihren Atemmasken konfrontiert werde und dadurch seine Angst verliere.
Feuerschutz nehme bei der Einrichtung einen hohen Stellenwert ein, "wir haben schon die Rettungsleitstelle in Bayreuth, die Feuerwache in Kulmbach und natürlich die heimische Wehr besucht". Durch den Einbau von Fluchttüren sei der Kindergarten noch etwas sicherer geworden.
Auch Bürgermeister Harald Hübner zeigte sich sehr zufrieden mit dem Übungsablauf, die Wehr habe eindrucksvoll ihre Fähigkeiten bewiesen. "Das Geld, das wir jährlich für die Rettungsorganisationen ausgeben, ist gut angelegt".
Die fünfjährige Magdalena schaute ganz aufmerksam zu, war ziemlich aufgeregt: "Die Männer in den Uniformen und ihre Gesichter haben mich schon ein bisschen erschreckt." Für nahezu 60 Kinder war es ein interessanter Tag, neugierig betrachteten sie jede Bewegung der Feuerwehrleute, hielten sich die Ohren zu, als laut das Martinshorn erklang. Auch das Sommerfest selbst stand ganz im Zeichen des Rettungswesens. Auf der Straße gab es einen Feuerlöschparcours, man konnte ein brennendes Kartonhäuschen löschen, sich als kleiner Feuerwehr-Aktiver verkleiden und portraitieren lassen. Feuerwehr und Kindergarten waren sich für Stunden ganz nah.


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