Herzogenaurach
sommerkirchweih

Die Faszination Rockkeller

bernhard Panzer Highlights gab es droben am Rockkeller immer mal wieder ganz besondere. Dem Wirt Hannes Hubmann fallen auf Anhieb da schon ein paar ein. Seit dreieinhalb Jahrzehnten ist er auf dem Pol...
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Eine Menge los ist zur Kirchweih auf dem Rockkeller  Foto: Hubmann
Eine Menge los ist zur Kirchweih auf dem Rockkeller Foto: Hubmann
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bernhard Panzer Highlights gab es droben am Rockkeller immer mal wieder ganz besondere. Dem Wirt Hannes Hubmann fallen auf Anhieb da schon ein paar ein. Seit dreieinhalb Jahrzehnten ist er auf dem Polster-Keller vertreten, schon als Jugendlicher war das seine Welt.

Zu Zeiten, als noch mit der DM gezahlt wurde, trat mal Peter Wackel auf. Der machte dann Karriere in Mallorca und anderswo. Einen außergewöhnlichen Abend bescherte auch "Throw that Beat in the Garbage Can", eine deutsche Indierockband aus Nürnberg, die in den 1980er und 90er Jahren wirbelte. Von 1986 bis 1997 fand die sechsköpfige Gruppe großen Zuspruch auch der Musikkritiker im In- und Ausland, wie es auf Wikipedia heißt. Und sie spielte auf dem Rockkeller in Herzogenaurach.

"Gerade unter der Woche ist es nicht leicht, Publikum von auswärts zu gewinnen", sagt der 49-Jährige. An den Wochenenden ist immer voll, da kommen auch die Erlanger und Höchstadter. Unter der Woche seien die Herzogenauracher aber oft unter sich. Es sei denn, man bietet den ein oder anderen musikalischen Leckerbissen.

Deren haben die Macher des Rockkellers auf der laufenden Kerwa schon einige. "Citizen X" am Samstag, oder auch "react" gestern Abend - Bands, die schon den Rockfasching der Musikinitiative zum Beben brachten. Ein paar werden noch folgen: "GremsRock" morgen Abend, die nicht nur in ihrer Gemeinde für Furore sorgen wollen. Und nicht zu vergessen die Latinband "Cana que que", die seit fünf Jahren immer wieder gern auf den Rockkeller kommt. Auch dieses ganz andere Angebot passt wunderbar, wie Hannes Hubmann sagt. Fans hierfür gibt es offenbar genug.

Heute Abend Deutschrock

Freilich hat vor allem die "echte Rockmusik" alle Jahre den Rockkeller mit geprägt. Wer denkt nicht gern an die Kracher von "Powerage" aus Nürnberg, die jahrelang die Stars auf der Bühne waren. Aber auch Thomas "Hutch" Bauer hat dort gespielt, mit "Baker, Cramb and Anderson". Diese Band hat ein paar Alben eingespielt und war eine Größe in der lokal-regionalen Szene. Heute spielt der Herzogenauracher Bassist, der schon in einer Vorband von Alice Cooper war, bei "Mad Max".

Heute Abend spielt auf dem Rockkeller "Viva 100%". Eine Band, die sich auf Deutschrock spezialisiert hat, wie Hannes Hubmann sagt. "Fünf Franken leben die Musik ihres Lebens und feiern den Deutschrock", heißt es auf der Homepage. Für sie ist Deutschrock keine Politik: "No Politics - Just Deutschrock!"

Und was sagen sie noch? Auf ihrer Homepage machen sie Werbung für den Gig in Herzogenaurach. "Gönnt Euch die volle Ladung Deutschrock mit den besten Songs von den Böhsen Onkelz, Rammstein, Frei.Wild, Broilers, Unantastbar und vielen mehr", heißt es da.

Auch Hannes Hubmann ist begeistert. Die Band füllt Säle und Hallen, sagt er. Wie zum Beispiel in Geiselwind. Heute rocken sie im Zelt auf dem Polsterkeller.

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