Laden...
Himmelkron

Die ersten Gelder fließen

16 Kleinprojekte im "Fränkischen Markgrafen- und Bischofsland" werden mit insgesamt knapp 100 000 Euro gefördert.
Artikel drucken Artikel einbetten
Im Glockenturm der Marktschorgaster Kreuzkapelle sollen mit dem Regionalbudget Nisthilfen für Schleiereulen und Turmfalken sowie Einfluglöcher für Fledermäuse geschaffen werden. Foto: Werner Reißaus
Im Glockenturm der Marktschorgaster Kreuzkapelle sollen mit dem Regionalbudget Nisthilfen für Schleiereulen und Turmfalken sowie Einfluglöcher für Fledermäuse geschaffen werden. Foto: Werner Reißaus

Das Regionalbudget von 100 000 Euro, das das Amt für Ländliche Entwicklung erstmals den Kommunen der integrierten ländlichen Entwicklungsachse (Ile) "Fränkisches Markgrafen- und Bischofsland" zur Verfügung stellt, ist inzwischen bewertet. Wie Ile-Vorsitzender Gerhard Schneider (CSU) und Managerin Annabelle Ohla bei einem Pressegespräches mitteilten, seien 28 Anträge fristgerecht eingegangen. Von diesen seien aber nur 16 Kleinprojekte als grundsätzlich förderfähig eingestuft worden. Den Kommunen gingen dieser Tagen auch die Bewilligungsbescheide zu. Alle genehmigten Projekte würden mit 80 Prozent der Nettokosten beziehungsweise maximal mit 10 000 Euro bezuschusst.

Insgesamt wurde mit dem Regionalbudget eine Investitionssumme von 154 550 Euro ausgelöst. Die Gesamtsumme der Zuweisungen beläuft sich damit auf 97 712 Euro. Das, so Annabelle Ohla, sei eine Punktlandung, weil das Amt für Ländliche Entwicklung 90 000 Euro und die Ile selbst noch mal 10 000 Euro zur Verfügung gestellt habe.

Die Auswahl traf ein interkommunales Entscheidungsgremium. Die Projekte mussten den Zweck verfolgen, die ländlichen Räume als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturorte zu sichern und weiterzuentwickeln. Darunter fielen auch der Kilmaschutz, die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und die Digitalisierung.

Auf die Einholung von Vergleichsangeboten kann bei der Vergabe der Kleinprojekte verzichtet werden. Da der Förderzeitraum limitiert ist, müssen die beantragten Projekte bis 20. September 2020 abgeschlossen und alle notwendigen Unterlagen bei der Geschäftsstelle der Ile eingegangen sein. "Wir wollten Projekte umsetzen, die für die Öffentlichkeit immer zugänglich sind."

Die zu erreichende Maximalpunktzahl lag bei 21, mindestens mussten aber elf Punkte erreicht werden, um als Kleinprojekt gefördert zu werden (siehe Kasten rechts).

Gerhard Schneider bezeichnete es als einen glücklichen Zufall, dass das vorgegebene Regionalbudget denkbar knapp erreicht wurde: "Wir haben die Förderung der Kleinprojekte auch schön zwischen den Landkreisen, Kulmbach, Bayreuth und Hof in einem breiten Spektrum vom Bund Naturschutz bis hin zur Förderung vom Tourismus verteilt."