Coburg

Die erste Medizinstipendiatin

Mit einer monatlichen finanziellen Unterstützung versucht der Landkreis, die hausärztliche Versorgung im Coburger Land zu sichern. Die Stipendiaten verpflichten sich, nach ihrer Ausbildung mindestens zwei Jahre hier zu praktizieren.
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Gulmira Stoll (Mitte) ist die erste Stipendiatin des Landkreises im Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin Coburg. Links im Bild sind der Arzt Christian Pohlig (Klinikum Coburg) und Landrat Sebastian Straubel, rechts Constanze Scheibl (Landratsamt) und der Arzt Oliver Gregor (Hausarztverein Coburg). Foto: Christoph Winter
Gulmira Stoll (Mitte) ist die erste Stipendiatin des Landkreises im Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin Coburg. Links im Bild sind der Arzt Christian Pohlig (Klinikum Coburg) und Landrat Sebastian Straubel, rechts Constanze Scheibl (Landratsamt) und der Arzt Oliver Gregor (Hausarztverein Coburg). Foto: Christoph Winter

Gulmira Stoll ist die erste Medizinstipendiatin des Landkreises Coburg im Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin Coburg. Die junge Ärztin aus Usbekistan ist seit einem Vierteljahr hier und absolviert am Klinikum Coburg die Facharztausbildung zur Allgemeinmedizinerin. Der Landkreis Coburg unterstützt sie mit 300 Euro jeden Monat während der nächsten fünf Jahre. Dafür hat sie sich verpflichtet, nach ihrer Ausbildung zwei Jahre im Landkreis Coburg tätig sein. Das wird voraussichtlich im Jahr 2024 der Fall sein.

Landrat Sebastian Straubel hieß die angehende Hausärztin am Dienstag offiziell willkommen. "Das ist ein schöner Tag heute", sagte er. Mit dem Stipendiatenprogramm des Landkreises für Studierende der Humanmedizin soll die hausärztliche Versorgung im Coburger Land sichergestellt werden.

Verbundenheit mit der Region

Aktuell unterstützt der Landkreis Coburg neun zukünftige Hausärzte, drei davon stammen aus der Region. Bei den jährlichen Stipendiatentreffen wird eine enge Verbundenheit mit der Region aufgebaut. Dabei werden das Gesundheitswesen vor Ort wie auch künftige Kollegen kennengelernt. Dazu gibt es Besuche des Klinikums, Fachvorträge, praktische Übungen bei Hausärzten in deren Praxen, Stadtbesichtigungen und Besuche von geselligen Veranstaltungen wie des Sambafestivals, der Nacht der Kontraste oder des Tambacher Sommers sowie des Altstadtfestes in Seßlach.

"Nicht nur die Patienten werden immer älter, sondern auch die niedergelassenen Allgemeinmediziner", sagte Christian Pohlig vom Klinikum Coburg. Um leerstehende Arztpraxen zu vermeiden, sei vor zehn Jahren das Projekt gegründet worden. Vorteil der Ausbildung im Klinikum sei, dass die Mediziner als später hier tätige Hausärzte die Abläufe und die Kollegen kennen würden. Der Hausarzt ist nach den Worten von Oliver Gregor "der Facharzt für Allgemeinmedizin mit einem breiten Wissensspektrum".

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